Stronach/Nachbaur: Erfolg des dualen Ausbildungssystems hängt von der Wirtschaft ab

Team Stronach setzt sich für die Entlastung der Wirtschaftstreibenden ein

Wien (OTS) - "Das duale Ausbildungssystem in Österreich kann nicht funktionieren, solange die Wirtschaft nicht funktioniert. Wenn die Regierung Ausbildungsgarantien abgibt, bin ich skeptisch, denn in Wirklichkeit hängt die Verfügbarkeit von Lehrstellen von den Unternehmen ab. Die Politik kann nur die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen, und das hat sie leider verabsäumt", stellte die Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur in der Aktuellen Stunde der heutigen Nationalratssitzung zur Ausbildungsgarantie fest.

Nachbaur verwies auf die hohe Qualität der österreichischen Schulsystems bisher. Als sie mit 22 Jahren nach Kanada kam, konnte ihr mit ihrem Gymnasialabschluss "niemand das Wasser reichen". Damit die Ausbildungsqualität in Österreich weiterhin so hoch bleibt, muss das Bildungssystem aber auch zeitgemäß sein. Vor allem viele technische Schulen werden den Ansprüchen des freien Marktes nicht mehr gerecht, so Nachbaur.

Dass die Unternehmen immer weniger Lehrstellen zur Verfügung stellen, habe zwei Gründe, so Nachbaur. Zum einen "kommen die Betriebe, die unter der überbordenden Bürokratie, den unzähligen Vorschriften und der Steuerbelastung leiden, kaum mehr dazu, Lehrlinge auszubilden". Zum anderen sei das Bildungsniveau der Schulabsolventen mangelhaft, "25 Prozent können nicht einmal sinnerfassend lesen", beklagte Nachbaur die Auswirkungen einer "verfehlten Bildungs- und Wirtschaftspolitik".

Die Politik muss raus aus der Schule, verlangte die Team Stronach Klubobfrau und forderte mehr Autonomie für die Schulen, die Auswahl des besten Lehrpersonals durch den Schuldirektor sowie einen verstärkten Wettbewerb der Schulen untereinander. "Das Team Stronach ist der Entlaster der Wirtschaftstreibenden in Österreich", bekräftigte die Team Stronach Klubobfrau. Der Gewinnfreibetrag müsse bleiben, kündigte sie die Einbringung eines diesbezüglichen Antrags zusammen mit den NEOS und den Freiheitlichen an.

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