Fünf Jahre VIENNA FILM COMMISSION - eine Erfolgsgeschichte

Wien (OTS) - Deutlicher Anstieg der Dreharbeiten in Wien im Jahr 2013. Nationale und internationale Produktionen nutzten intensiv das Serviceangebot der Vienna Film Commission. Wien als Drehort ist in den Focus international renommierter Produktionsfirmen gerückt.

"Der Anstieg der Ansuchen um Drehgenehmigung sowie der dazu ausgestellten Empfehlungsschreiben ist ein klares Zeichen für die erfolgreiche, an den Bedürfnissen der Branche orientierte Arbeit der Vienna Film Commission", zeigte sich Geschäftsführerin Marijana Stoisits mit dem vergangenen Jahr überaus zufrieden und erläuterte:
"Unsere internationalen Werbeauftritte der vergangenen Jahre haben 2013 sehr gute Ergebnisse gebracht, die in diesem Jahr hoffentlich ihren positiven Abschluss mit Dreharbeiten in Wien finden werden." Die viele Arbeit und das große Engagement der ersten fünf Jahre, nicht nur für große, etablierte Filmproduktionen, sondern auch für FilmakademiestudentInnen und NewcomerInnen würden nun Früchte tragen, so Stoisits. Der Preisregen für Produktionen, die intensiv von der Vienna Film Commission unterstützt wurden (u.a. "Deine Schönheit ist nichts wert" und "Das Pferd auf dem Balkon" von Hüseyin Tabak, "Soldate Jeanette" von Daniel Hoesl) ist dafür ein klarer Indikator. Herausragende Produktionen, die 2013 in Wien gedreht wurden: "Die Mamba" mit Michael Niavarani, die internationale Koproduktion "Die Gespensterjäger" der Lotus Film, der TV-Film "Sarajevo" und neue Folgen von "Spuren des Bösen" unter der Regie von Andreas Prochaska, die TV-Serien "Copstories", "Janus", "Die Detektive" und "Tatort", die österreichisch-dänische Koproduktion "The Visit" von Michael Madsen, u.a. Der 2013 in Wien gedrehte Debüt-Spielfilm "Macondo" von Sudabeh Mortezai läuft im Wettbewerb um den Golden Bären bei der Berlinale 2014. 2 Folgen der NBC-Serien "Covert Affairs" und eine Folge von "The Grimm" wurden 2013 in Wien realisiert, ebenso der Beginn der brasilianischen Telenovela "Em Familia" für Globo TV, die ab 13.2.2014 in Brasilien ausgestrahlt wird. "Die Vienna Film Commission rührt seit fünf Jahren erfolgreich die Trommel für den Filmstandort Wien. Sie hat sich als eine für die Filmbranche unentbehrliche Serviceeinrichtung etabliert", gratuliert Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zum halbrunden Jubiläum. "Wenn es darum geht, die richtige Location zu suchen, mit den Behörden in Kontakt zu treten oder Anliegen in den Bezirken zu kommunizieren, dann verlassen sich internationale wie nationale Filmproduktionen auf die Kompetenz der Vienna Film Commission. Marijana Stoisits hat als erste Geschäftsführerin eine funktionierende Struktur geschaffen und damit wichtige Aufbauarbeit geleistet", bedankte sich Mailath bei der Filmfachfrau.

Ansuchen und Empfehlungsschreiben

2013 wurden 343 Filmprojekte bei der Vienna Film Commission zur Bearbeitung eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 5,5 Prozent. Für diese Projekte wurden 505 Ansuchen um Drehgenehmigung gestellt, 540 Empfehlungsschreiben wurden dazu an die zuständigen grundverwaltenden Dienststellen weitergeleitet. Die Zahl der Ansuchen ist damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um elf Prozent gestiegen, die Zahl der ausgestellten Empfehlungsschreiben gar um 22 Prozent. Die Vienna Film Commission hat an 89 Ortsverhandlungen, die von der MA 46 angesetzt wurden, teilgenommen.

69 internationale Produktionen haben 2013 bei der Vienna Film Commission um 102 Drehgenehmigungen angesucht. Die meisten Projektansuchen aus dem Ausland kamen aus Deutschland, gefolgt von UK, USA, Japan, Frankreich, Brasilien, Indonesien, Slowenien, Spanien und Tschechien. Aus Taiwan, Argentinien, Australien, China, Irland, Polen, Schweden, Ungarn und Weißrussland wurde jeweils ein Projekt eingereicht.

Motivrangliste und Bezirksverteilung

Die gefragtesten Motive im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung waren 2013 wiederum die Wiener Stadtgärten und Parkanlagen (MA 42), gefolgt von den Wiener Märkten (MA 59), den Spitälern (KAV), den Gemeindebauten (Wiener Wohnen), den Wiener Gewässern, der Donauinsel (MA 45), den Bädern (MA 44), den Schulen (MA 56), den Büchereien u.a. Für 97 Filmprojekte wurde an 115 Drehtagen bei den Wiener Linien gedreht, zwei Drittel davon in U-Bahnzügen oder im U-Bahnbereich. Die Wiener Friedhöfe dienten 83 Filmprojekten als Kulisse mit 89 Drehtagen.

Der erste Bezirk liegt auch 2013 mit 21,5 Prozent deutlich an erster Stelle beim Ranking der gefragtesten Bezirke für Dreharbeiten. Den zweiten Platz belegt die Leopoldstadt mit 9,33 Prozent, gefolgt von der Landstraße mit 6,56 Prozent und den Bezirken 7, 15 und 16.

Die Vernetzung mit der Branche vor Ort fand unter anderem über den regulären Branchenstammtisch der Vienna Film Commission statt. Thematische Schwerpunkte waren das Drehen im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Wien, des Wiener Wassers, der MA 46 und der Asfinag. Die Location- und Branchendatenbank wurde 2013 beständig erweitert und optimiert. Die Motivdatenbank umfasst derzeit 2.046 Einträge, die Branchendatenbank 1.142.

2013 wurde das neue Showreel mit Außenmotiven ON LOCATION VIENNA -EXTERIORS I präsentiert. 75 klassische und weniger bekannte Wiener Locations werden in einer Länge von 8.30 Minuten und 3.50 Minuten weltweit versandt und bei Auslandsauftritten der Vienna Film Commission gezeigt.

Internationale Aktivitäten

Die internationalen Aktivitäten fanden 2013 sowohl für die Berlinale als auch für die Filmfestspiele von Cannes in Kooperation mit den anderen regionalen österreichischen Film Commissions und FISA über die Arbeitsgemeinschaft der Austrian Film Commissions & Funds statt. Bei der von der Vienna Film Commission organisierten Reception der AFC&F trafen einander mehr als 600 in- und ausländische Filmschaffende. Auf dem Filmmarkt in Cannes war die AFC&F unter Federführung der Vienna Film Commission abermals mit einem Stand im Village Pantiero vertreten. Präsentiert wurde Wien auch auf der weltweiten Locations Trade Show der Association of Film Commissioners International in Los Angeles.

Locationtouren

Das imperiale Ambiente der Stadt und der erste Bezirk waren neben dem neuen Campus der Wirtschaftsuniversität auch die begehrtesten Motive der Locationtouren für internationale Gäste. Die prominentesten Gäste waren die Regisseure Peter Weir und Simon Curtis, die DOPs Russell Boyd, John Toon und Michael Seresin, Set-Designer Jim Clay und James Bissell, die Drehbuchautoren David Shamoon und Paul Watson, die Produzenten Peter Heslop und James Pout sowie der us-amerikanische VFX-Experte Stefan Sonnenfeld.

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Mag. Désirée Stefanie Wachmann
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