VP-Leeb: 14 Mio. Euro an Forderungen noch offen - Stadthallenbad wird immer mehr zum Millionengrab für Steuerzahler

Wien (OTS) - "Dass das Wiener Stadthallenbad seit fast vier Jahren für die Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung steht, ist ein großes Ärgernis", so heute ÖVP Gemeinderätin Isabella Leeb, zumal ein Eröffnungstermin bis dato von den Verantwortlichen noch immer nicht genannt werden kann.

Zunehmend entwickelt sich die Sanierung für alle Wiener/innen zum Millionengrab. Wie heutige Berichte zeigen, stellen mehrere Unternehmen Klagen in den Raum - 14 Mio. Euro an Forderungen sollen offen sein. Ganz zu schweigen von Unsummen an Anwaltshonoraren, Beraterkosten sowie Honoraren für Gutachter, die in den vergangenen Jahren angefallen sind. Wie der Stadtrechnungshof in seinem Bericht feststellte, waren sowohl die Stadt Wien als Eigentümer und Geldgeber, als auch die mit der Abwicklung der Sanierung beauftragte Wiener Stadthallen Betriebs und Veranstaltungs GmbH von Anbeginn an überfordert.

Die Vorwürfe reichen dabei von mangelnder Grundlagenerhebung, kompletter Überforderung des verantwortlichen Projektteams bis hin zur Nicht-Anwendung der Methoden des Projektmanagements. Die Causa gipfelte sodann im Jänner 2012 in einem vollkommen - wie Experten bestätigen - unüberlegten und in Panikreaktion verhängten "Baustopp" durch den zuständigen Stadtrat Christian Oxonitsch und Wien Holding Chef Peter Hanke.

Es kam wie es kommen musste, so Leeb. Der, wie auch die Wiener ÖVP kritisierte, durch Panik und Inkompetenz ausgerufene Baustopp führte zu weiteren Verzögerungen und die Causa landete vor Gericht. Der zuständige Stadtrat Oxonitsch verweigert seit Monaten eine Antwort auf die Frage nach ausstehenden Honoraren, unbezahlten Rechnungen und offenen Forderungen - man versteckt sich hinter dem Hinweis auf laufende Gerichtsverfahren, zeigt sich Leeb empört.

"Der zuständige Stadtrat schweigt dazu beharrlich, in der Wien Holding ist niemand erreichbar - die Zeche zahlt der Steuerzahler! Dass man aktuell, vier Jahre nach Baubeginn, die Erneuerung der Tribünen ausgeschrieben hat, sei nur am Rande erwähnt, vervollständigt aber das verheerende Bild, das die Verantwortlichen in der Stadt und der Wien Holding von Anfang an abgegeben haben", so Leeb.

"Ich werde in den nächsten Tagen eine weitere (neunte!) schriftliche Anfrage an den zuständigen Sportstadtrat einbringen. Christian Oxonitsch wird dann die Möglichkeit haben, den Sachverhalt umfassend aufzuklären", so Leeb abschließend.

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