Nationalrat - Cap: Brauchen einen sozialdemokratischen Präsidenten im EU-Parlament

Gemeinsames Europa mit Investitionen in die Realwirtschaft, keine Politik des Kaputtsparens

Wien (OTS/SK) - "Wir haben in Europa 5,6 Millionen arbeitslose Jugendliche. Jeder Jugendliche, der keinen Arbeitsplatz hat, ist einer zu viel. Dagegen gilt es anzukämpfen und dafür benötigt es einen Mentalitätswechsel im europäischen Parlament", hat SPÖ-Nationalratsabgeordneter Josef Cap heute, Mittwoch, im Nationalrat anlässlich der Aktuellen Europastunde betont. "Um die nötigen Schritte im wirtschaftlichen und politischen Bereich zu setzen, ist ein gemeinsames Europa notwendig und keine Politik des Kaputtsparens. Wir brauchen Investitionen in die Realwirtschaft und keine Finanzspekulationen. Dazu brauchen wir einen sozialdemokratischen Präsidenten im Europaparlament", sagte Cap. ****

Nicht zufällig habe Österreich mit einer sozialdemokratisch geführten Regierung die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa und somit auch eine internationale Vorreiterrolle. Das österreichische Modell der Sozialpartnerschaft sei europaweit anerkannt. "Viele kommen nach Österreich und schauen sich unser Gesellschaftsmodell und unser politisches Modell an. In Österreich finden Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Konsens. Diese Sozialpartnerschaft sorgt für soziale Standards und eine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit", hob Cap hervor.

"Wir müssen für eine veränderte, verbesserte Europäische Union kämpfen. Dazu gehört der Kampf um einen starken Euro und der Kampf gegen Finanzspekulationen, damit Banken auch etwas für die Realwirtschaft tun, um Beschäftigung zu schaffen", betonte Cap und führte weiter aus: "Ein gemeinsames Europa ist eine Notwendigkeit, besonders als wichtige friedenspolitische Perspektive. Die wirtschaftliche Strategie des Kaputtsparens führt zu Massenarbeitslosigkeit, welche die Basis für Radikalismus und Perspektivlosigkeit bildet. Man muss alles unternehmen, um diese Entwicklung zu unterbinden", so der Abgeordnete.

Auch im Bereich des Klimawandels sei es wichtig, gemeinsam aktiv zu werden. "Globale Lösungen können nur von großen Einheiten wie der Europäischen Union geschaffen werden", ist Cap überzeugt. (Schluss) dm/bj

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