ÖH: Ausverkauf der Wissenschaft

ÖH kritisiert Ministerienzusammenlegung

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) äußert heute im Zuge einer Medienaktion vor der Universität Wien ihre Kritik an der Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium. Zeitgleich findet im Parlament die Nationalratssitzung statt, bei der das neue Ministeriumsgesetz beschlossen wird. Bei der Aktion werden die verschiedenen Wissenschaften bei einem Flohmarktstand "verkauft". "Wir setzen uns mit der heutigen Aktion gegen die Ökonomisierung der Bildung zur Wehr, die in den letzten Jahren Überhand genommen hat. Mit der Zusammenlegung der Ministerien bekommt Bildungsökonomisierung eine ganz neue Dimension. Wir befürchten, dass dies ein weiterer riesiger Schritt in Richtung einer rein wirtschaftsgeleiteten Wissenschaft ist," kommentiert Viktoria Spielmann vom ÖH-Vorsitzteam die Medienaktion.

Ökonomisierung der Bildung und Wissenschaft schadet nicht nur den Hochschulen selbst, sondern besonders auch ihren Studierenden und Lehrenden. Die Hochschulen sind chronisch unterfinanziert, die Studienbedingungen werden immer schlechter, Anstellungsverhältnisse von Jungwissenschafter_innen sind meist prekär. "Der Hochschul- und Bildungssektor schreit nach grundlegenden Reformen. Wir sehen die Änderung auch als Chance für Bundesminister Mitterlehner, die Baustelle anzupacken und endlich die nötigen Reformen zu wagen," so Spielmann weiter, "mit dem heutigen Tag ist das BMWF Geschichte. Wir als ÖH verabschieden uns mit dieser Ausverkauf-Aktion noch gebührend vom eigenständigen Ministerium und appellieren an die Bundesregierung: Wissenschaft muss wieder den Stellenwert bekommen, den sie verdient."

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