Ministerrat beschließt umstrittene Sektsteuer

Schlumberger und Prominentenkomitee über undifferenziertes Vorgehen der Bundesregierung entsetzt

Wien (OTS) - Heute hat der Ministerrat der rot/schwarzen Koalition die im Vorfeld scharf kritisierte Schaumweinsteuer zur Beschlussfassung im Nationalrat initiiert. Der Österreichische Sektproduzent Schlumberger kritisiert abermals die undifferenzierte Gesetzesvorlage, die Österreichische Sektproduzenten gegenüber ausländischen Billigproduzenten diskriminiert und so einer Schlechterstellung österreichischer Qualitätsprodukte gegenüber importierten Waren Tür und Tor öffnet.

Schlumberger-Vorstandsvorsitzender Kranebitter zeigte sich von der Vorgangsweise der Bundesregierung entsetzt: "Wir hatten bis zuletzt gehofft, dass die Bundesregierung einsieht, dass diese Steuer nicht sinnvoll ist. Nicht nur, dass dadurch die Konkurrenzfähigkeit österreichischer Unternehmen nachhaltig unterminiert wird, die neue Steuer wird dem Finanzminister auch nicht viel Freude bereiten." So wurde besagte Sonderabgabe laut Kranebitter bereits im Jahr 2005 abgeschafft, da es durch den hohen Verwaltungsaufwand lediglich zu marginalen Mehreinnahmen kam, im Gegenzug allerdings österreichische Produzenten deutlich benachteiligt wurden. "Das Finanzministerium wird kaum mehr als 20 Millionen von dieser Steuer sehen, da in die Berechnung der kolportierten Mehreinnahmen auch Prosecco Frizzante mit einbezogen wurde, dieser aber von der neuen Steuer gar nicht erfasst wird. Diese maximal 20 Millionen Euro werden von der Verwaltung großenteils aufgefressen werden," erläutert Kranebitter.

Prominentenkomitee macht gegen Schaumweinsteuer mobil

Doch nicht nur seitens der österreichischen Sektproduzenten hat sich eine starke Opposition gegen die Steuer gebildet; so haben sich zusätzlich zahlreiche Prominente rund um Schlumberger zu einem Komitee zusammengefunden, um ihrem Unmut über die Steuer Ausdruck zu verleihen:

  • Jakob FALKNER, Geschäftsführer Ötztaler Gletscherbahnen
  • Annemarie FOIDL, Präsidentin Österreichischer Sommelierverband
  • Christian GRÜNWALD, Chefredakteur "A La Carte"
  • Dipl.- Kffr. Elisabeth GÜRTLER, Chefin des Hotel "Sacher" und Leiterin der "Spanischen Hofreitschule"
  • Dr. Erich HAMPEL, Aufsichtsratsvorsitzender "Bank Austria"
  • Frank HENSEL, Vorstandsvorsitzender der "REWE International AG"
  • Heinz KAMMERER, Gründer"Wein&Co"
  • Mag. Willi KLINGER, Geschäftsführer "Österreich Wein Marketing GmbH"
  • Mag. Christoph NEUMAYER, Generalsekretär der Industriellenvereinigung
  • Hans K. REISCH, Vorstand SPAR Österreich
  • Heinz und Mag.a Birgit REITBAUER, Geschäftsführung und Gastronomen, Restaurant "Steirereck"
  • Harald SERAFIN, ehemaliger Intendant der Seefestspiele Mörbisch
  • Dr. Karl STOSS, Generaldirektor "Casinos Austria AG"
  • Ursula STRAUSS, Schauspielerin
  • Desirée TREICHL-STÜRGKH, Opernballorganisatorin
  • Adi WERNER, Seniorchef "Hotel Arlberg Hospiz"

Anbei finden Sie ausgewählte Statements der Komiteemitglieder:

Desirée TREICHL-STÜRGKH, Opernballorganisatorin:

"Wir haben beim Opernball neben renommierten Champagnern ganz bewusst einen österreichischen Sektpartner mit Tradition und Qualität. Warum dieser Bereich nun mit einer Steuer bestraft wird und den Österreicherinnen und Österreichern das Feiern mit heimischem Sekt gerade auf den traditionsreichen Bällen aber auch zu vielen anderen Anlässen verteuert werden soll, kann ich nicht nachvollziehen."

Dr. Karl STOSS, Generaldirektor "Casinos Austria AG:

"Als österreichisches Unternehmen und größter heimischer Sektverbraucher setzen wir von den Casinos Austria bewusst auf österreichischen Veltliner Sekt. Eine steuerliche Benachteiligung dieser Warengruppe ist unverständlich und benachteiligt eindeutig österreichische Wertschöpfung bzw. Produzenten und begünstigt ausländische Produzenten. Aus rein wirtschaftlichen Überlegungen wird dadurch die Tür für günstigere italienische Produkte wieder weit geöffnet."

Dipl.- Kffr. Elisabeth GÜRTLER, Chefin des Hotel "Sacher" und Leiterin der "Spanischen Hofreitschule":

"Das Hotel Sacher ist die erste Adresse in Wien, die Original Sacher-Torte ein österreichischer Botschafter für Genuss und Kultur! Auf höchste Qualität setzen wir auch bei unserem Sacher Cuvée, der von der österreichischen Sektkellerei Schlumberger für uns hergestellt wird.

Eine steuerliche Benachteiligung unserer österreichischen Produzenten zugunsten ausländischer Prosecco und Frizzante Hersteller halte ich für volkswirtschaftlich sehr unklug, erfolgt dadurch doch die Wertschöpfung außerhalb unseres Landes! Dies wird sicherlich auch auf das Sponsoring dieser Betriebe Auswirkungen haben- zu ungunsten touristischer Aktivitäten im Inland!"

Mag. Christoph NEUMAYER, Generalsekretär der Industriellenvereinigung:

"Als Vertreter der heimischen Industrie und Fürsprecher für den Wirtschaftsstandort Österreich lehnen wir neue Steuern ab. Das Spezifikum der Schaumweinsteuer wurde aufgrund der geringen Einnahmen und der hohen Kosten sowie der Wettbewerbsverzerrung im Jahr 2005 zu Recht auf Null gesetzt. 2014 gilt die gleiche Argumentation. Diese Steuer trifft nur einen Teilbereich der schäumenden Weine und beeinflusst damit den Wettbewerb zum Nachteil der heimischen Betriebe. Aufgrund des hohen administrativen Aufwands macht diese Steuer finanzpolitisch und auch aus Budgetgesichtspunkten wenig Sinn."

Dr. Erich HAMPEL, Aufsichtsratsvorsitzender "Bank Austria":

"Neue Steuern sind selten ein probates Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln oder auch Arbeitsplätze zu schaffen. Im Fall der geplanten Schaumweinsteuer wird aber darüber hinaus auch ein kleiner Bereich - in erster Linie der österreichische Sekt - gegenüber den internationalen Produkten schlechter gestellt. Den überschaubaren Einnahmen aus der Steuer steht die Gefahr des Verlusts traditionsreicher heimischer Betriebe für den Standort gegenüber."

Frank HENSEL, Vorstandsvorsitzender der "REWE International AG":

"Die REWE International AG hat Nachhaltigkeit in ihrer Unternehmensstrategie fest verankert. Das Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich und zur Förderung der heimischen Betriebe und Lebensmittelkultur ist ein wesentlicher Teil dieses jahrelangen Engagements, das durch das zunehmende Bedürfnis unserer Kunden nach regionalen und nachhaltigeren Produkten unterstrichen wird. Eine steuerliche Benachteiligung heimischer Produkte gegenüber ausländischen Waren - wie etwa im konkreten Fall des österreichischen Sekts gegenüber den italienischen Frizzante-Produkten - ist aus unserer Sicht und auch im Sinne unserer Kundinnen und Kunden daher sehr zu hinterfragen."

Hans K. REISCH, Vorstand SPAR Österreich:

"Als österreichisches Familien-Unternehmen mit 60 Jahren Tradition setzen wir verstärkt auf österreichische Qualität und Herkunft. Die Schaumweinsteuer trifft vor allem den österreichischen Sekt im Mittelpreissegment, wo er im direkten Wettbewerb zum italienischen Prosecco Frizzante steht. Diese Steuer ist einseitig sicherlich zum Nachteil des heimischen Produkts und daher als Maßnahme der österreichischen Politik nicht wirklich verständlich."

Heinz & Birgit Reitbauer:

"Regionale und zur Jahreszeit passende Zutaten stehen in unserer Küche im Vordergrund. Made in Austria" wird in unserem Haus seit jeher groß geschrieben und nicht nur von unseren lokalen Gästen sondern vor allem von unseren vielen Gästen aus dem Ausland besonders wertgeschätzt. Den positiven Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der Qualität und des Bewusstseins für österreichischen Sekt wird mit der geplanten Steuer auf Sekt und Champagner von der Regierung keine Rechnung getragen. Im Gegenteil. Warum stellt die Politik das hochwertige heimische Produkt gegenüber dem Mitbewerb aus dem Ausland - hier vor allem aus Italien - durch diese Steuer schlechter? Es ist sehr schade, dass Betriebe die in Österreich mit österreichischen Produkten und vor allem österreichischen Arbeitskräften produzieren noch besonders "bestraft" werden!"

Weitere Statements der prominenten Unterstützer sind auf Nachfrage jederzeit verfügbar.

Über Schlumberger:

Schlumberger ist Österreichs traditionsreichste Wein- und Sektkellerei. Das Unternehmen ist Marktführer im Bereich Premium-Sekt und Premium-Spirituosen. Robert Alwin Schlumberger gründete das Unternehmen 1842 und stellte damals als einer der ersten in Österreich Sekt nach der Champagner-Methode her. 1973 erwarb die österreichische Underberg Gesellschaft mit Sitz in Wien Auhof die Schlumberger Wein- und Sektkellerei und brachte die Gesellschaft 1986 an die Börse. Das Geschäft umfasst heute die Bereiche Schaumweine, Spirituosen, Weine und Alkoholfreie Getränke. In der Schaumweinproduktion werden für die Marken des Hauses Schlumberger seit jeher österreichische Premium-Trauben verarbeitet. 2009 wurde die Hochriegl Sektkellerei übernommen. Damit bündelt sich bei Schlumberger umfangreiches, österreichisches Sekt Know-how. Die höchste Qualität seiner Sektmarken setzt sich das Unternehmen zum Ziel. Schlumberger beschäftigt durchschnittlich rund 224 Mitarbeiter einschließlich seiner Töchter in Österreich, Deutschland und den Niederlanden.

Mehr Informationen erhalten Sie unter:
http://gruppe.schlumberger.at sowie unter der Telefonnummer +43/1/368 22 58-0

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Benedikt Zacherl
Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH
Tel: +43 664 826 25 96
eMail: Benedikt.Zacherl@schlumberger.at

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