JW-Rohrmair-Lewis: 1:0 für unternehmerfeindliches Österreich!

Jungunternehmervertretung entsetzt über nur marginale Änderungen bei GmbH - bei Gewinnfreibetrag keine Verbesserungen

Wien (OTS/PWK049) - "Das von der Regierung heute im Ministerrat beschlossene Abgabenänderungsgesetz ist ein Schlag gegen jeden Unternehmer und Gründer in Österreich. Die vorgenommenen Änderungen bei der GmbH sind marginal und kommen immer noch einer Rücknahme der GmbH-Reform gleich. Ganz abgesehen von den nicht vorhandenen Änderungen beim Gewinnfreibetrag. Wir dürfen uns als Unternehmer nicht zu den Deppen der Nation machen lassen. Die Junge Wirtschaft kämpft weiter für ein unternehmerfreundliches Österreich", kritisiert Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, den heutigen Ministerratsbeschluss scharf. Erst letzte Woche wurde die überaus positive Gründerstatistik präsentiert, welche gerade bei den GmbHs im 2. Halbjahr 2013 einen Gründerzuwachs von 31% zum Vergleichszeitraum 2012 aufweist. Die im letzten Sommer wirksam gewordene GmbH-Reform trägt daran den wesentlichsten Anteil. Das Argument, dass unzählige GmbHs ihr Stammkapital herabgesetzt hätten, ist schlichtweg falsch. Gerade einmal 674 GmbHs - also 0,5% von 132.000 GmbHs in Österreich - haben ihr Stammkapital reduziert. Vor allem der KSV hat im Zuge dieser Diskussion an Glaubwürdigkeit als verlässlicher Partner verloren.

Appell an Bundesminister Mitterlehner
Gleichzeitig ersucht JW-Bundesvorsitzender Rohrmair-Lewis Bundesminister Mitterlehner um Mithilfe: "Er hat sich in der letzten Regierungsperiode stark für Startups eingesetzt und viel für sie erreicht. Als zuständiger Wirtschaftsminister ist er gefordert, auch jetzt voll und ganz für die heimischen Unternehmer und Gründer einzustehen. Gerade für schnellwachsende Startups und Gründer ist die GmbH die einzige passende Rechtsform. Es kann nicht der Wille der Regierung sein, sich mit dem neuen alten de-facto Stammkapital von 35.000 Euro wieder freiwillig als negativen EU-Spitzenreiter in Sachen Unternehmensgründung zu positionieren und somit den Wirtschaftsstandort Österreich bereitwillig zu schwächen!" Ein zusätzlicher Kritikpunkt ist der nun entstehende zusätzliche administrative Aufwand (Notariatsakt, Firmenbuch-Eintrag, etc.) bei der Auffüllungsverpflichtung.

Gewinnfreibetrag
Unternehmer und Gründer tragen ein ungleich höheres Risiko als Arbeitnehmer und zahlen dafür auch höhere Abgaben. "Die beschlossenen Änderungen beim Gewinnfreibetrag treffen genau jene Selbstständige, welche Wirtschaftswachstum schaffen. Und dafür, dass sie dies tun, sollen sie nun einmal mehr zur Kasse gebeten werden", kritisiert Rohrmair-Lewis.

Unternehmen werden für Arbeitsplatzschaffung bestraft
"Jeder Unternehmer schafft direkt im Jahr seiner Gründung 2,4 neue Arbeitsplätze. Anstatt Unternehmensgründungen zu erleichtern, wird alles daran gesetzt dies zu verhindern und somit auch dringend benötigte Arbeitsplätze zu verhindern", bekräftigt der JW-Bundesvorsitzende die Wichtigkeit von Gründern und Unternehmen für Österreich. "Die Regierung ist gefordert, nachhaltige Reformen zu setzen, anstatt Kleingeld zu sammeln." (SR)

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