Neues Volksblatt: "Streife statt Stube" von Heinz WERNITZNIG

Ausgabe vom 29. Jänner 2014

Linz (OTS) - Es gibt kaum jemanden in Österreich, der Einsparungen in der Verwaltung nicht begrüßen würde. Setzt aber ein politisch Verantwortlicher diesen Vorsatz in die Tat um, hagelt es Kritik. Bestes Beispiel dafür ist die gestern bekannt gegebene Anpassung der Dienststellenstruktur bei der Polizei (siehe dazu Seite 8 und 9). Allen voran die FPÖ beharrt auf dem längst überholten Standpunkt, dass die Zahl der Polizeiposten mit dem Ausmaß an Sicherheit gleichzusetzen ist. Dabei zeigen Beispiele in anderen Ländern, dass weniger und dafür größere, besser ausgestattete Standorte, bei denen auch Spezialisten am Werk sind, in der Kriminalitätsbekämpfung bessere Erfolge erzielen als viele Mini-Dienststellen mit lediglich vier oder fünf Beamten.
Die aktuelle Reform ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu weniger Verwaltungsaufwand am Posten und mehr Polizisten auf der Straße. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass den Führungskräften in der Exekutive dieser Schritt nicht weit genug geht, die Mehrzahl sieht zehn Beamte pro Dienststelle als Idealgröße an. Dies dürfte aber vielleicht ein Thema für eine künftige Polizeireform sein.
Fakt ist, dass Österreich in punkto Kriminalitätsbelastung international gesehen gut dasteht, auch das Sicherheitsgefühl der Menschen ist ein im internationalen Vergleich hohes. Dies wird sich auch mit dem Wegfall von bundesweit 122 Wachzimmern nicht ändern.

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