Aids Hilfe Wien unterstützt Protestmarsch gegen Homophobie in Russland

Wien (OTS) - "To Russia With Love Austria", ein Zusammenschluss von 24 Organisationen und Institutionen im LGBTI- (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex) und Menschenrechtsbereich, organisiert am Freitag, den 31. Januar 2014, einen Protestmarsch gegen die homophoben Gesetze in Russland. Der Demonstrationszug sammelt sich ab 17.00 Uhr am Opernring 2. Abmarsch ist um 17.30 Uhr. Die Aids Hilfe Wien unterstützt die Initiative "To Russia With Love Austria" und ruft heimische PolitikerInnen, EntscheidungsträgerInnen und das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) dazu auf, gegen die Homophobie in Russland zu protestieren und für Menschenrechte einzutreten.

Homosexualität, ein Tabu der russischen Gesellschaft

Die im Juni des Vorjahres von Putin erlassenen Gesetze, die das Reden über "nicht traditionellen Sex" unter schwere Strafen stellen, sowie jenes, das aus dem Ausland finanzierte NGOs als feindliche Agenten abstempeln, erschwert die Situation von LGBTIs in Russland und deren Organisationen.

"Russland ist Mitglied im Europarat und hat die Europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben, erlässt jedoch Gesetze, die sich gegen essentielle Menschenrechte richten. In der russischen Öffentlichkeit wird das Thema Homosexualität tabuisiert. Daher ist es wichtig, dass viele Staaten das Thema aufgreifen und die russische Regierung auffordern die homophoben Gesetze zurückzunehmen", sagt Gerd Picher von der Initiative "To Russia With Love Austria".

Homophobe Gesetzgebung wirkt sich auf öffentliche Gesundheit aus

Neben menschenrechtlichen Aspekten geht es auch um gesundheitliche Folgen solch einer Politik für die russische Gesellschaft.

"Die aktuelle homophobe Gesetzgebung in Russland, der damit verbundenen Anstieg an physischer Gewalt und die Ausgrenzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transsexuellen Menschen hat negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit", betont Philipp Dirnberger, Geschäftsführer der Aids Hilfe Wien, und erklärt wieso:
"Menschen, deren homosexuelle Orientierung nicht als gleichberechtigt anerkannt wird, und die mit einer HIV-Infektion einem doppelten Stigma ausgesetzt sind, sind verunsichert und vermeiden es, SexualpartnerInnen ihren HIV-positiven Status zu offenbaren. Ein Mensch, der wissen will, ob er HIV-positiv ist, wird sich nicht testen zu lassen, wenn er negative Konsequenzen befürchten muss. Homophobe Gesetze wirken nachweislich einer erfolgreichen HIV-Prävention entgegen."

Das verdeutlichen auch aktuelle HIV-Zahlen von UNAIDS (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS): die am stärksten betroffenen Länder der Region Osteuropa und Zentralasien sind die Russische Föderation, die Ukraine und die baltische Staaten, wo die Prävalenz der Allgemeinbevölkerung auf über 1 % geschätzt wird. In Russland wohnen ungefähr 70 Prozent aller HIV-infizierten Personen der Region Osteuropa und Zentralasien.

Protestmarsch am Freitag, dem 31.1.2014: Sammeln 17.00 Uhr Opernring 2, Abmarsch 17.30 Uhr;

Die Marschroute führt den Demonstrationszug über den Kärntner Ring/ Schwarzenbergplatz/ Rennweg zum Büro des Österreichischen Olympischen Komitees und danach über Rennweg / Reisnerstraße 45-47 zur Botschaft der russischen Föderation.

Weiterführende Informationen für RedakteurInnen:

Initiative To Russia with Love Austria:
www.torussiawithlove.at
www.facebook.com/torussiawithloveaustria

Statement der Gesellschaft von führenden HIV ÄrztInnen und HIV-ExpertInnen in Europa:
http://www.eacsociety.org/Portals/0/EACS%20Statement.pdf

Quellenangaben zu den epidemiologischen Zahlen:
http://www.ots.at/redirect/zahlen
(Beziehen sich auf UNAIDS)

UNAIDS Fact Sheet 2009:
http://www.ots.at/redirect/unaidsfacts
http://www.unaids.org/en/regionscountries/countries/russianfederation

WHO:
http://www.ots.at/redirect/who1

Deklaration von Oslo (weltweites Forum gegen Kriminalisierung von Menschen mit HIV/AIDS):
http://www.hivjustice.net/oslo/
http://www.ots.at/redirect/deklarationoslo

Aids Hilfe Wien: www.aids.at

Rückfragen & Kontakt:

Aids Hilfe Wien
Juliana Metyko-Papousek
Tel.: +43(0)1/599 37 82
metyko@aids.at

To Russia With Love Austria
Gerd Picher
Tel.: +43(0)699/110 820 80
info@torussiawithlove.at

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