NEOS: Burgtheater-Causa lässt Zweifel an Holding-Struktur aufkommen

Meinl-Reisinger sieht nach Stantejsky-Stellungnahme strukturelle Mängel

Wien (OTS) - Die heutige Stellungnahme der ehemaligen Burgtheater-Vizedirektorin Silvia Stantejsky bringt weitere Vorwürfe gegen das Finanzsystem und die Struktur im Burgtheater sowie die Bundestheater-Holding und hinterlässt noch mehr Unklarheit.

"Das Parlament hat zwar immer noch keinerlei Einsicht in die relevanten Unterlagen, es zeichnen sich jedoch Schlampereien ab, die seit Jahrzehnten unüberprüft auf der Führungsebene verantwortet werden. Jetzt patzen sich die Verantwortlichen gegenseitig an, leidtragend ist schlussendlich der Theaterbetrieb und die Reputation des Burgtheaters," kritisiert NEOS-Kultursprecherin Beate Meinl-Reisinger.

Für NEOS ist offensichtlich, dass das Kontrollsystem versagt hat. "Gerade die Kontrolle ist eine wesentliche Aufgabe der Holding. Es ist schon etwas gewagt von Herrn Springer, jegliche Verantwortung von sich zu weisen - entweder er konnte nicht oder man wollte nicht. Es stellt sich für mich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Holdingkonstruktion, wenn diese ihre Kontrollfunktion nicht wahrnimmt.
Der Kulturpolitik in Österreich fehlt derzeit jegliche Strategie, hier wird nur Personalpolitik betrieben. Das rächt sich jetzt. Nun, da die Personen zunehmend im Kreuzfeuer stehen, vermissen wir diese Konzepte besonders schmerzlich," so Meinl-Reisinger.

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