Sima: 6 Jahre WasteWatcher wirken!

Drastische Reduktion der Verunreinigungen durch breites Service-Angebot und strenge Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln

Wien (OTS) - Wien nimmt nicht zufällig im internationalen Ranking unter 221 Großstädten der Welt regelmäßig einen Spitzenplatz ein, zentrales Element dabei ist auch die Sauberkeit. Auch die Wienerinnen und Wiener erteilen dieser regelmäßigen Bestnoten, Sauberkeit trägt entscheidend zur Lebensqualität der Menschen bei. Zurückzuführen ist das hohe Niveau in Wien auf das breite Angebot an die Bevölkerung zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung und auf die strengen Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln: "Wir haben in Wien ein umfassendes Angebot zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung getroffen, es gibt keine Ausreden mehr. Und die strengen Kontrollen wirken. Die WasteWatcher leisten einen wesentlichen Beitrag. Ihre Beliebtheitswerte sind auch 6 Jahre nach Einführung ungebrochen", so Umweltstadträtin Ulli Sima beim heutigen Pressegespräch des Bürgermeisters. 85 % der WienerInnen halten die WasteWatcher für eine gute Einrichtung.

6 Jahre WasteWatcher: über 35.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit

Seit Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden. "Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für weitere Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet", so Sima. Seit Februar 2008 führten die WasteWatcher über 35.000 Amtshandlungen durch. Allein im Jahr 2013 gab es über 4.650 Organstrafen und knapp unter 1.300 Anzeigen gegen Müllsünder.
Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs. Die WasteWatcher sind zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs, sodass Kontrollen jederzeit möglich sind.

Der Erfolg ist messbar: Dramatische Rückgänge der Müllsünden innerhalb von 6 Jahren

Minus 74 Prozent illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 45 Prozent illegal abgestellte Einkaufswagerl, minus 41 Prozent bei illegal abgelagertem Sperrmüll, 31 Prozent weniger Tschick-Stummeln auf dem Boden und 47.200 gefüllte Hundekotsackerl täglich in Wiens Mistkübeln - der Erfolg der Sauberkeitsmaßnahmen in Wien ist nicht nur sichtbar, sondern auch ganz klar messbar.

Auch wenn die Verunreinigungen bereits seit 2008 deutlich zurückgehen und sich der Großteil der Wienerinnen und Wiener an die Sauberkeitsspielregeln halten, konnten die Ergebnisse im Vergleich zum Jahr 2012 noch weiter getoppt werden, wie die Einzelbilanzen für Kühlgeräte, Sperrmüll, Einkaufswagerl, beim Hundekot und bei den Zigarettenstummeln deutlich zeigen.

Hotspot Hundekot: Großteil hält sich an Spielregeln

Für den Großteil der HundebesitzerInnnen ist es mittlerweilen eine Selbstverständlichkeit, Hundekot wegzuräumen - vor einigen Jahren noch war dieser Anblick noch mehr als exotisch. Die Hundebesitzer nehmen das breite Angebot an Gratis-Sackerl gut an, es gibt bereits knapp unter 3.000 Gratis-Sackerl-Automaten. Über 47.200 "gefüllte" Sackerl landen täglich in Wiens öffentlichen Mistkübeln. Über das Jahr gesehen sind dies weit über 17 Millionen Sackerln.

Diese Tatsache spiegelt sich auch bei der Zufriedenheit der Wienerinnen und Wiener wider: Waren kurz nach Einführung der WasteWatcher erst 34 % der Bevölkerung der Meinung, dass sich die Situation rund um Hundekot verbessert hat, so verdoppelte sich hier der Zuspruch innerhalb von nur vier Jahren auf 66 Prozent. In den Parks und auf den öffentlichen Straßen stehen ca. 24.000 Papierkörbe für die Entsorgung des Hundekots bereit. 2013 kam es zu 711 Amtshandlungen der WasteWatcher aufgrund von Verunreinigungen mit Hundekot, wobei ca. 604 mit Organstrafmandaten in der Höhe von 36 Euro bestraft wurden.

Illegal entsorgte Kühlgeräte - Gratisentsorgung über Handel und 19 Mistplätze

Die Anzahl der auf Gehsteigen, in Grünflächen abgestellten Kühlgeräte wurde von 2008 auf 2013 um beinahe 74 Prozent reduziert. Von knapp über 1.800 im Jahr 2008 auf ca. 460 Stück im Vorjahr. Im Vergleich zu 2012 mit 587 abgestellten Kühlgeräten bedeutet dies eine weitere Abnahme um 21 Prozent. Kühlgeräte und selbstverständlich auch alle anderen Elektrogeräte können sowohl beim Handel (beim Kauf eines entsprechenden Neugeräts) als auch auf den 19 Mistplätzen gratis abgegeben werden. Elektrokleingeräte wie Mixer, Radio und Co. werden zudem auch auf allen Problemstoffsammelstellen entgegengenommen.

Ärgernis Sperrmüll: Minus 41 % von 2008 auf 2013

Auch in Sachen illegal abgelagertem Sperrmüll konnte eine deutliche Entspannung festgestellt werden: Über 41 Prozent nahmen in diesem Bereich die Verunreinigungen ab. Von ca. 114.000 Kubikmeter im Jahr 2008 auf 67.000 Kubikmeter im Vorjahr. Im Vergleich zu 2012 mit 78.000 Kubikmeter illegal entsorgtem Sperrmüll bedeutet dies eine weitere Abnahme um 14 Prozent. Für die legale und kostenlose Entsorgung von Sperrmüll stehen ebenfalls die 19 Mistplätze zur Verfügung.

Herumstehende Einkaufswagerl halbiert

Mussten 2008 noch 26.000 illegal abgestellte Einkaufswagerln entfernt werden, so waren dies im Vorjahr knapp unter 14.400 Stk. Dies entspricht beinahe einer Halbierung. Im Vergleich zu 2012 mit rund 16.200 nahmen 2013 die Verunreinigungen in diesem Bereich um weitere 11 Prozent ab.

Host an Tschick?

Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Littering von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 auf 2012 um 31 % zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme von 868 Mio. Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Mio. Stück 2012. Dies ist insbesondere aufgrund der gleichzeitigen Zunahme des Außer-Haus-Konsums und der Verschärfungen des Nichtrauchergesetzes in Lokalen beachtlich. In den letzten Jahren wurde das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren bzw. an freistehenden Aschenrohren sowohl bei der MA 48 als auch bei der MA 42 massiv ausgeweitet. Mittlerweile gibt es bereits 17.500 Papierkorb/Ascher-Kombinationen und hunderte freistehende Aschenrohre, beides mit dem auffälligen Slogan "Host an Tschick". Laut Analysen werden die Aschenrohre der MA 48 immer besser angenommen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,65 Mio. Stk. in diesen praktischen Aschenbechern, so waren dies 2013 - gemäß einer Hochrechnung - rund 72 Mio. Stk. - d.h. die Anzahl an ordnungsgemäß entsorgten Zigarettenstummeln hat sich von 2009 auf 2013 mehr als verzehnfacht. Die WasteWatcher schritten letztes Jahr insgesamt 5.275-mal wegen auf den Boden geschmissener Zigarettenstummeln ein: Knapp 3.420 Organstrafmandate wurden ausgesprochen, 890 Anzeigen gelegt und 965 Ermahnungen ausgesprochen.

top-Angebot der MA 48 - kein Grund für Ausreden

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der alljährlichen wienweiten Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll ständig ausgebaut.

o Es gibt mittlerweilen 2.982 Hundesackerlautomaten mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
o 24.000 öffentliche Papierkörbe von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, davon sind 17.500 mit Aschenbechern ausgestattet
o Zusätzlich gibt es ca. 1.400 freistehende Aschenrohre in Parks und bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern
o Bei 19 Mistplätzen können Abfälle jeder Art abgegeben werden.
o Über 200.000 Altstoffsammelbehälter dienen der getrennten Sammlung. o Das gesamte Angebot der MA 48 ist im Internet am Onlinestadtplan der Stadt Wien (www.wien.gv.at/stadtplan, Karteninhalt "Saubere Stadt") abrufbar.
o Zusätzlich gibt es seit November 2012 auch eine eigene 48er-App für Smartphones, wo die Einrichtungen ebenfalls abrufbar sind. Bisher nutzen bereits über 12.600 WienerInnen dieses praktische Service.

Aktionstage der WasteWatcher: Hohe Präsenz im Sinne der Sauberkeit

Neben dem ständigen Ausbau des Angebots werden auch die Kontrollen durch die WasteWatcher weiter fortgeführt. Seit Sommer 2008 werden auch Aktionstage organisiert, an denen in ausgewählten Bezirken zwischen 40 und 100 WasteWatcher konzentriert kontrollieren. 2014 sind wieder 22 Aktionstage geplant. Am 25. Jänner fand bereits der erste Aktionstag im heurigen Jahr bei Hot-Spots (Verstärkte Ansammlung von Beschwerden) im 8., 14. und 16. Bezirk statt. Der nächste ist am 8. Februar in einigen zentralen Bezirken Wiens geplant.

Gemeinsam für ein sauberes Wien!

Sima bedankt sich abschließend bei den Wienerinnen und Wienern, die sich zum Großteil an die Sauberkeitsspielregeln halten und dazu beitragen, dass Wien eine der saubersten Städte der Welt ist. Ihr Dank gilt auch den WasteWatchern, die sowohl bei der MA 48 als auch bei der MA 42 - Wiener Stadtgärtner perfekte Arbeit für die Sauberkeit und somit für Wiens Lebensqualität leisten.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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Anita Voraberger
Mediensprecherin
Umweltstadträtin Ulli Sima
Telefon: 01 4000 81353
Mobil: 0664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
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