Bürgermeister Häupl fordert Sicherheitskonzept für Wien

Verurteilt Gewalt rund um Demonstrationen gegen Akademikerball

Wien (OTS) - Am Rande des wöchentlichen Mediengesprächs wurde Wiens Bürgermeister Michael Häupl heute zu möglichen Schließungen von Polizeidienststellen befragt. Wie im Innenministerium heute verlautbart wurde, seien 122 Schließungen in den Bundesländern geplant, von Schließungen in Wien war nicht die Rede. Wie der Bürgermeister betonte, brauche Wien vorrangig ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Wien trage eine Sonderstellung, denn allein im 21. und 22. Bezirk lebten mehr Menschen als in Graz - der 2. größten Stadt Österreichs. Wien verschließe sich nicht und sei für einen seriösen Diskurs. Natürlich sei es wichtig, dass PolizistInnen auf der Straße seien und den GrätzelbewohnerInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stünden. Man dürfe die Diskussion aber nicht "von hinten aufzäumen". Neben der Frage, wo Polizeidienststellen zusammengelegt werden könnten, müsse man sich auch Fragen, wo es zusätzliche bräuchte, "das wäre ein vernünftiger Ansatz", so der Bürgermeister.

Befragt zu den 1.000 zusätzlichen Polizeikräften für Wien erklärte Häupl: 2011 habe man einen Vertrag mit dem Innenministerium über 1.000 zusätzliche PolizistInnen für Wien abgeschlossen. Dieser müsse bis 2015 erfüllt werden. Er gehe davon aus, dass der Vertrag eingehalten werde.

Zu den Ausschreitungen im Zuge des Akademikerballes fand Wiens Bürgermeister klare Worte: "Gewalt ist in einer Demokratie nicht rechtfertigbar und nicht akzeptierbar." Diese anarchistische Gewalt sei aufs Schärfste zu verurteilen. Auf mögliche Fehler der Polizei angesprochen, meinte er, dass er sich nicht als "Besserwisser aufspielen wolle", dass aber wohl über den Einsatz gesprochen werden müsse. Die Rücktrittsaufforderung der Sozialistischen Jugend an Wiens Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl teile er jedenfalls nicht. (Schluss) tai

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