Industrie: Europäische Perspektive entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze

IV-GS Neumayer bei BUSINESSEUROPE-Day in Brüssel: Europäische Lösungen gemeinsam erarbeiten und umsetzen - Konkrete Schritte für Re-Industrialisierung setzen

Wien (OTS/PdI) - "Europa ist und bleibt unsere beste Chance, um Wachstum, Wohlstand und vor allem Arbeitsplätze in Österreich nachhaltig zu sichern. Dies muss insbesondere im Europa-Wahljahr 2014 im Bewusstsein der Menschen verankert werden", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich seiner Teilnahme am BUSINESSEUROPE-Day in Brüssel heute, Dienstag. "Wir brauchen die europäische Perspektive, wenn wir uns unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit angesichts wachsender Konkurrenz durch andere Global Player wie China oder die USA erhalten wollen", so Neumayer. "Wir müssen daher die Europäische Union weiter stärken. Das beinhaltet vor allem Überregulierungen abzubauen und das Ziel der EU-Kommission einer Re-Industrialisierung des Kontinents umzusetzen. Lippenbekenntnisse sind hier nicht ausreichend. Gleichzeitig brauchen wir dringend eine europäische Energiepolitik, um vor allem gegenüber den USA hier langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können." Um das von der Europäischen Kommission bis 2020 gesetzte Industrialisierungsziel von einer 20 Prozent-Industriequote erreichen zu können, fordert BUSINESSEUROPE Instrumente für eine wirksamere Verankerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit in Europa, etwa durch eine klare horizontale Kompetenz- und Verantwortungsverteilung für Belange der Wettbewerbsfähigkeit und Industrie innerhalb der Europäischen Kommission. Zudem plädiert der Arbeitgeber- und Industrieverband für ein stärkeres Bekenntnis seitens der Politik zu internationalen Leitbetrieben als volkswirtschaftliche Impulsgeber in Europa. Drittens müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen für Unternehmen in Europa verbessert werden: Mittels "Wettbewerb-Checks" sollen mittelfristige ökonomische Folgen von neuen Gesetzesinitiativen auf industrielle Wettbewerbsfähigkeit überprüft werden. "Die politischen Schwerpunkte in Europa müssen daher darauf abzielen, den Wirtschaftsstandort "EUROPA" zu modernisieren und zu attraktivieren, um mit Hilfe einer starken industriellen Basis für wirtschaftlichen Aufschwung und soziale Kohäsion in Europa zu sorgen", so Neumayer.

Internationalisierung schafft Arbeitsplätze

Gerade als stark exportorientiertes Industrieland habe Österreich von Europa massiv profitiert und tue das nach wie vor. So habe der EU-Beitritt seit 1995 das BIP-Wachstum pro Jahr um 0,6 Prozent gesteigert, die Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozent gesenkt und 12.000 Arbeitsplätze geschaffen. "Auch die Exportquote konnte seit 1995 einen steilen Anstieg von rund 35 auf mittlerweile fast 55 Prozent verzeichnen. Österreichs Betriebe profitieren von der Internationalisierung. Das schafft Arbeitsplätze", so der IV-Generalsekretär, der hinzufügte: "Unternehmensgründungen haben zugenommen, die Auslandsinvestitionen für Forschung und Entwicklung in Österreich sind massiv gewachsen. Das sind nur einige Beispiele, welchen unmittelbaren Wert Europa für alle Österreicherinnen und Österreicher hat - dies sollte gerade im Hinblick auf die bevorstehenden EU-Wahlen betont werden."

Einseitige Selbstverpflichtungen bei Klimaschutz kosten Jobs

Nichtsdestotrotz seien gerade in letzter Zeit einige Entscheidungen auf EU-Ebene von Seiten der Industrie scharf kritisiert worden. "Das entscheidende Ziel einer Re-Industrialisierung Europas ist durch die jüngsten, völlig überambitionierten EU-Klimaziele konterkariert worden. Wir brauchen ein klares Bekenntnis Europas zur Industrie und wir brauchen sinnvolle gemeinsame Lösungen in der Energiepolitik. Der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien kann nur durch entsprechende Anreize für Innovation und Investitionen gelingen. Eine zusätzliche Belastung der Unternehmen durch einseitige Selbstverpflichtungen Europas beim Klimaschutz wird unsere Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährden und Arbeitsplätze, durch die Abwanderungen der Unternehmen in Länder mit geringeren Umweltstandards, kosten", so der IV-Generalsekretär. Umso wichtiger sei daher der konstruktive Dialog zwischen Industrie, Wirtschaft und europäischen Entscheidungsträgern. Mit prominenten Gastrednern wie EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso oder EU-Energiekommissar Günter Oettinger stehe der BUSINESSEUROPE-Day ganz im Zeichen jenes Dialogs.

BUSINESSEUROPE ist der europäische Arbeitgeber- und Industrieverband, der mit 41 Mitgliedsverbänden aus 35 Ländern die Stimme der Industrie auf gesamteuropäischer Ebene ist. Die Industriellenvereinigung ist als Mitglied offizieller und einziger Vertreter Österreichs bei BUSINESSEUROPE.

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