GPA-djp kritisiert Kündigungen und Verunsicherungsstrategie bei Novartis

Unter den Betroffenen sind vor allem ältere und langjährig Beschäftigte - Sozialplan gefordert

Wien (OTS/ÖGB) - Bei Novartis Pharma in Wien werden laufend Beschäftigte abgebaut, ein Appell an die Geschäftsführung, in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat einen Sozialplan für die Betroffenen auszuarbeiten, wird offenbar ignoriert, kritisiert Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Bereits im Sommer des Vorjahres wurden wegen einer Standortverlegung von Wien nach Basel 13 Beschäftigte gekündigt, im Herbst folgten immer wieder einzelne Kündigungen, vor Weihnachten wurden weitere zehn Arbeitsplätze abgebaut.++++

"Für die Betroffenen bedeuteten diese Kündigungen ohne Vorwarnung und ohne Milderung der Härten durch einen Sozialplan eine Katastrophe. Was uns besonders an diesem mit Kostengründen argumentierten Schritt stört, ist die Tatsache, dass auch ältere lange Zeit beschäftigte Angestellte mit bis zu 37 Beschäftigungsjahren gekündigt wurden", erklärt Proyer.

In einer Betriebsversammlung im Dezember verabschiedete die Belegschaft deswegen eine einstimmige Resolution, in der die Geschäftsleitung aufgefordert wird, umgehend Verhandlungen über einen Sozialplan zu beginnen und von weiteren Kündigungen abzusehen. "Wir sind ständig mit Beteuerungen der Wirtschaft konfrontiert, dass Beschäftigte länger im Arbeitsleben bleiben sollen. Trotzdem sind es immer wieder ältere und erfahrene Angestellte von denen sich das Unternehmen trennt, wenn sie ihnen zu teuer werden", fordert Betriebsratsvorsitzende Irene Krenn die Geschäftsführung von Novartis auf, die Hinhaltetaktik bezüglich eines vernünftigen Sozialplans zu beenden.

"Jeder Arbeitgeber hat auch eine gesellschaftliche Verpflichtung und besonders von Novartis können wir eine bessere Vorgangsweise erwarten. Bei einem geplanten Personalabbau sollten alle anderen Möglichkeiten der Kostenreduktion geprüft werden und im Fall von unanwendbaren Kündigungen muss sozialer vorgegangen werden", so Proyer abschließend: "Wir fordern die Geschäftsleitung auf, umgehend mit dem Betriebsrat in Verhandlungen zu treten und den Gekündigten müssen faire, sozialverträgliche Angebote gemachte werden. Das Unternehmen Novartis soll diese Verunsicherungsstrategie endlich beenden, die den Beschäftigten nicht mehr länger zuzumuten ist!"

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