Krumpel: "Ein Jahr danach" - Lobbying-Gesetz soll novelliert werden

WKÖ-Fachverband Werbung unterstützt ÖPAV-Forderungen weitestgehend - Erfahrungen des Justizministeriums sollen mit denen der Kommunikationswirtschaft verbunden werden

Wien (OTS/PWK045) - "Wir möchten gemeinsam mit der Österreichischen Public Affairs Vereinigung (ÖPAV) und dem Bundesministerium für Justiz praxisnahe Lösungen erarbeiten, um sinnvolle und praxisgerechte Änderungen zum Lobbying-Gesetz zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist es auch unser Ziel, zu einem Mehr an Rechtssicherheit zu gelangen. Wir wollen konkrete Vorschläge bis April 2014 vorlegen", so Bernhard Krumpel, Vorsitzender der Berufsgruppe "Public-Relations-Berater" im Fachverband Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Krumpel übt diese Funktion seit 2010 aus und vertritt gemeinsam mit Fachverbands-Obfrau Angelika Sery-Froschauer im Namen der Wirtschaftskammer Österreich die PR-Berater nach außen.

Krumpel spricht sich für eine Evaluierung des Lobbying-Gesetzes und insbesondere der bestehenden Unterschiede zwischen Unternehmenslobbyisten und Lobbying-Agenturen, etwa bei den Eintragungsgebühren, aus. Der Fachverband Werbung bietet dabei als gesetzliche Interessenvertretung der Werbe- und Public-Relations-Branche seine Expertise an. "Es geht uns um die Chance mitzuhelfen, bei diesem Prozess die Erfahrungen und das Know-how des Justizministeriums mit dem der Kommunikationswirtschaft zu kombinieren. Wir treten für administrierbare, praxisgerechte und akzeptierte Lösungen ein", unterstreicht Krumpel.

Die im Auftrag der Österreichischen Public Affairs Vereinigung (ÖPAV) durchgeführte und auch vom Fachverband Werbung und Marktkommunikation unterstützte aktuelle Berufsfeld-Studie der Universität Wien soll dafür die wissenschaftliche Basis sein. Sie zeigt auf, dass trotz juristischer Stolpersteine ganz klar eine positive Stimmung innerhalb der Public-Affairs-Branche vorherrscht. Nach den vorliegenden Studienergebnissen rechnet die Public-Affairs-Branche mit einer spürbaren Bedarfssteigerung in den kommenden fünf Jahren. Das sei vor allem auf die steigende Bedeutung des KMU-Sektors auf Auftraggeberseite, die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsthematiken generell sowie auf wichtige zukünftige Weichenstellungen auf EU- und internationaler Ebene zurückzuführen.

Der Fachverband Werbung begrüßt allgemein die mit dem Lobbying-Gesetz gesetzten vertrauensbildenden Maßnahmen. "Wir sind aber punktuell unzufrieden mit der Anwendung des Gesetzes in der Praxis", führt Krumpel aus.

"Zur Umsetzung der Bestimmungen des Lobbying-Gesetzes hat der Fachverband Werbung seine gesetzliche Verpflichtung wahrgenommen und im Juni 2013 allen Mitgliedsunternehmen einen Verhaltenskodex zur Verfügung gestellt. "Damit wird gegenüber der Politik, den Auftraggebern und der interessierten Öffentlichkeit ein klares Zeichen der Transparenz und der Qualität gesetzt. Der vorliegende Kodex regelt das Verhalten der Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation bei Kommunikations- und Public Affairs-Tätigkeiten", so Krumpel abschließend.

Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation ist die gesetzliche Interessenvertretung der Kommunikationsbranche in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er ist der drittgrößte Branchenverband in der WKÖ und vertritt mehr als 27.000 Mitgliedsunternehmen. Mit rund 30.000 Beschäftigten erwirtschaftet die Kommunikationswirtschaft einen jährlichen Umsatz von mehr als Euro 5 Mrd.

Um seinen Aufgaben im Bereich Interessenvertretung, Service und Bildung bestmöglich nachkommen zu können, sind im Fachverband Werbung 14 Berufsgruppen eingerichtet, die die Gesamtheit der Kommunikationswirtschaft abdecken (z.B.: Werbeagenturen, PR-Berater, Marktforschung, Grafik/Design, Außenwerbung). Gemeinsam mit der Berufsgruppe "Werbeagenturen" (12.600 Mitglieder) umfassen Angelegenheiten der Berufsgruppe "Public-Relations-Berater" mit 2.700 Mitgliedern wichtige Schwerpunkte der Verbandstätigkeit. (JR)

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