Friedenstaube ins Karikaturmuseum Krems eingeflogen

Wien (OTS) - Am Samstag, 25. Jänner 2014, wurde die Ausstellung "Zeichnen für den Frieden. Die Friedenstaube in der Karikatur" im Karikaturmuseum Krems eröffnet. Das einzige Haus für Bildsatire und kritische Grafik nimmt das Gedenkjahr anlässlich 100 Jahre Erster Weltkrieg zum Anlass, dem bekanntesten Symbol für Frieden - der Friedenstaube - mit über 40 Exponaten seit den 1950-er Jahren aus der Landessammlung des Landes Niederösterreich eine spannende Schau zu widmen.

Direktor Gottfried Gusenbauer durfte zur Eröffnung prominente DiskutantInnen begrüßen und hielt in seinen einleitenden Worten fest, dass die präsentierten Zeichnungen "keine Krisen lösen können, jedoch Missstände aufzeigen und komplexe Zusammenhänge verdeutlichen können".

Landesrätin Barbara Schwarz zollte Direktor Gusenbauer Respekt für diese Präsentation: "Die Friedenstaube ist uns ein sehr wertvolles Symbol und mich freut es sehr, dass der Friedenstaube, die viele turbulente Zeiten durchstehen musste und noch immer muss, mit einer feinen Präsentation in angemessener Art und Weise gewürdigt wird."

Christian Rainer, Chefredakteur und Herausgeber des profil führte mit Verve durch eine äußerst spannende Gesprächsrunde, die veranschaulichte, wie fragil Frieden ist und welche enormen Herausforderungen im 21. Jahrhundert - nicht nur für die Friedenstaube - zu bewältigen sind. Die Diskussion führte von der Frage von der Freiheit der Kunst, über die Instrumentalisierung von Kulturschaffenden bis hin zu den Bedeutungen von neuen Kommunikationskanälen im 21. Jahrhundert.

"Auch im militärhistorischen Kontext spielt Kunst eine große Rolle", führte Direktor M. Christian Ortner des Heeresgeschichtlichen Museums aus. Für Ortner sollte jedoch "die Freiheit der Kunst immer im Zusammenhang mit der dazugehörenden Verantwortung gesehen werden".

Die Künstlerin Timna Brauer, sie sich seit vielen Jahren mit viel Engagement mit "Voices for Peace" der Friedensarbeit widmet, zeigte auf, dass Musik Barrieren aufbrechen kann. "Bei Musik geht es um Emotionen, sie bewegt und wird von allen Menschen verstanden", so die Künstlerin, "aber natürlich muss sich ein Künstler seiner Verantwortung bewusst sein", meinte Brauer.

Irene Höglinger-Neiva, die im Informationsdienst der Vereinten Nationen in Wien tätig ist, gewährte aufschlussreiche Einblicke in ihren Tätigkeitsbereich: "Die Wahrung des Friedens ist das Hauptziel der UNO. Es wird jedoch oft vergessen, dass wir nicht nur auf politischer Ebene aktiv sind, sondern darüber hinaus mit Kulturschaffenden, KünstlerInnen, Bildungseinrichtungen und BürgerInnen vor Ort zusammen arbeiten." Höglinger-Neiva hob hervor, dass "die Kunst der Diplomatie es schaffen kann, verhärtete Fronten aufzubrechen und verfeindete Parteien an einen Tisch zu bringen, doch wir als UNO sind immer auf die Mitgliedsstaaten angewiesen".

Auf die Frage von Rainer ob Politiker Angst vor der Karikatur haben, meinte der Doyen der österreichischen Karikatur, IRONIMUS, lapidar: "Politiker haben keine Angst vor der Karikatur, sondern sie ärgern sich, dass sie nicht karikiert werden. Die Karikatur unterhält zum einen und zum anderen macht sie Zusammenhänge sichtbar. Ich selbst, sehe mich als zeichnender Journalist. Karikaturen, die vor 20 oder 30 Jahren entstanden sind, könnten heute abgedruckt werden und wären genauso aktuell wie damals - das ist die große Leistung eines Zeichners", so IRONIMUS.

Zeichnerkollege Jakob Kirchmayr ließ sich die Eröffnung ebenso wenig wie Kulturstadtrat Wolfang Derler und Kunstmeile Krems Geschäftsführerin Cornelia Lamprechter entgehen. Etliche KünstlerInnen, die selbst in der Ausstellung mit Werken vertreten sind, waren gekommen, um den Eröffnungsfeierlichen beizuwohnen, wie etwa Bernd Ertl, Wolfgang Ammer, Pepsch Gottscheber, Astrid Langer, Günter Mayer, Thomas Paster, Daniel Jokesch und Markus Szyszkowitz.

Die kurzweilige Podiumsdiskussion warf etliche Fragen und Themen auf, die bei einem Glas Wein im Anschluss ausführlich von den BesucherInnen erörtert wurden.

Pressemappe und Pressebilder zu "Zeichnen für den Frieden. Die Friedenstaube in der Karikatur"
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