Freiheitskämpfer begrüßen gemeinsame Kranzniederlegung der Regierungsspitze zum 12. Februar

Schwantner: "Große Symbolkraft"

Wien (OTS/SK) - "80 Jahre nach den Februar-Kämpfen findet eine gemeinsame Gedenkveranstaltung von SPÖ und ÖVP zum 12. Februar 1934 statt. Das ist ein Schritt mit großer symbolischer Kraft", begrüßt Johannes Schwantner, Bundesvorsitzender der Freiheitskämpfer/innen, die gemeinsame Kranzniederlegung der Regierungsspitzen von SPÖ und ÖVP, Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger, zum Gedenken an die Opfer der Februar-Kämpfe 1934 auf dem Wiener Zentralfriedhof. Nach der Rehabilitierung der Opfer des Austrofaschismus sei das ein weiteres wichtiges Zeichen dafür, "dass sich SPÖ und ÖVP gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen" und es unterstreiche zudem die gute Zusammenarbeit der Opferverbände beider Parteien. Schließlich werden auch die Opferverbände von SPÖ und ÖVP, der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en, und die ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich sowie der KZ-Verband (Bundesverband österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus) anwesend sein. ****

Vor zwei Jahren wurde im Nationalrat das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen, mit dem alle Personen, die zwischen 1933 und 1938 verurteilt, angehalten bzw. ausgebürgert wurden, weil sie sich für ein unabhängiges und demokratisches Österreich eingesetzt hatten, rehabilitiert wurden. "Das war ein großer Schritt, für den sich insbesondere Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und ihr damaliger Stellvertreter Fritz Neugebauer mit viel Engagement eingesetzt hatten", erinnert Schwantner. Dass sich die Regierungsspitzen und Opferverbände von SPÖ und ÖVP nun einfinden, um gemeinsam der Opfer der Februar-Kämpfe zu gedenken, sei ein "weiteres wichtiges Signal, dass sich beide in Richtung einer gemeinsamen Aufarbeitung der Vergangenheit bewegen", unterstreicht Schwantner heute, Samstag.

Seit seiner Gründung 1949 gedenkt der Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen der Februar-Kämpfe von 1934. "Niemals zu vergessen, was damals geschah, ist und bleibt unsere Aufgabe als wachsame Demokraten", unterstreicht Schwantner und ergänzt: "Der Opfer des Faschismus würdig zu gedenken, erfordert einen konsequenten Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus." (Schluss) sc/mb

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