[NoWKR] Erfolgreiche Proteste gegen Akademikerball trotz massiver Polizeigewalt

Wildgewordene Polizeieinheiten umstellen derzeit Akademie der Bildenden Künste

Wien (OTS) - In Wien haben insgesamt ca. 8000 Personen an den Protesten gegen den Akademikerball der FPÖ teilgenommen. Zugleich schrumpfte die Anzahl der Ballbesucher_innen auf ein armseliges braunes Häufchen von 400 Personen. "Trotz einer massiven Einschränkung bürgerlicher Grundrechte durch die Polizeiführung und einer Vorgehensweise, die von exzessiver Gewaltausübung geprägt wurde, ließen es sich tausende Aktivist_innen nicht nehmen, ihren Protest auf die Straße zu tragen", so NoWKR-Sprecherin Elisabeth Litwak.

Getrübt wird der erfolgreiche Protest durch ein völlig unverhältnismäßiges Vorgehen der Polizei. "Wir wissen von dutzenden verletzten Aktivist_innen. Leider ist es dabei nicht bei blauen Flecken und den Folgen von Tränengas geblieben. Durch exzessive Schlagstockeinsätze sind auch einige Knochenbrüche und Platzwunden zu beklagen. Videoaufnahmen belegen auch, dass Polizeibusse gezielt in Menschengruppen gefahren wurden. Eine derartige Brutalität seitens der Polizei ist durch nichts zu rechtfertigen", zeigt sich Elisabeth Litwak empört. "Doch damit nicht genug: Demonstrant_innen wurden stundenlang bei Minustemperaturen in Polizeikesseln festgehalten, Hundestaffeln wurden eingesetzt, zudem wurden ca. 30 Personen festgenommen. Es kam auch zu hunderten Identitätsfeststellungen" so Litwak weiter. Diesem Gewaltexzess folgt nun eine reine Farce:
Derzeit wird die Akademie der Bildenden Künste von Polizeieinheiten belagert und möglicherweise bald gestürmt - dabei findet in der Akademie eine Abendveranstaltung des heutigen "Tags der Offenen Tür" statt und alle anwesenden Studierenden und Besucher_innen gelten laut Aussage des zuständigen Behördenleiters als "verdächtig".
"Wir fordern die Polizeiführung auf, zur Vernunft zu kommen und diese absurde Aktion sofort einzustellen!", so Litwak.

Sowohl die Repressionsstrategie der Polizei, als auch das rechtsextreme Spektakel in der Hofburg sind grandios gescheitert. "Antifaschismus lässt sich nicht verbieten - so sehr die Polizeiführung auch auf Zuruf der FPÖ bürgerliche Rechte aushebelt!", schließt Litwak.

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