ÖVP-Penzing ad Bürgerversammlung Otto Wagner Spital: "Zurück zum Start!"

Nachnutzung des gesamten Geländes muss an vorderster Stelle stehen

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Bürgerversammlung, die erst durch das engagierte Eintreten der ÖVP Penzing ermöglicht worden ist, protestierte die große Mehrheit der anwesenden Bürgerinnen und Bürger gegen die geplante Verbauung durch die Errichtung von 160 Wohnungen auf 11 neuen Bauplätzen. Durch die Verbauung im Ostteil des Areals wird eine gemeinsame Entwicklung des gesamten Spitalsgeländes unmöglich und die Erklärung zum Weltkulturerbe womöglich verhindert.

Vom Magistratsvertreter wurden die Bauabsichten vorgestellt und von den Gemeinderätinnen der SPÖ und der Grünen vehement befürwortet. Von den Vertretern der Bürgerinitiativen wurden die Verbauungspläne mit sachlich fundierten Argumenten abgelehnt. Der bekannte Ökologe Prof. Bernd Lötsch lehnte die beabsichtigten Maßnahmen, die sich gegen alle ursprünglichen Zielsetzungen beim Bau der Anlage um 1900 richten, ab und plädierte dafür, dass keine wirtschaftlichen Ziele im Vordergrund stehen sollten.

"`Warum wird das Pferd immer zuerst von hinten aufgezäumt?` war der Tenor bei der Bürgerversammlung. Die Stadt krallt sich mit aller Macht an den Bebauungsplänen fest und lässt andere Überlegungen erst gar nicht zu, in dem sie eine reine Architekten-Experten-Gruppe einsetzte und so vermeiden will, dass zuallererst die Frage der Nutzung des Geländes nach der Absiedelung des Spitals geklärt ist", kritisiert der Klubobmann der ÖVP Penzing, Franz E. Lerch.

"Wir bleiben bei unserer Forderung, dass die Stadt Wien endlich den Antrag auf Weltkulturerbe-Status an den Kulturminister stellen soll, damit das Prüfungsverfahren beginnen kann. Außerdem ist dem Thema `Nachnutzung des gesamten OWS-Geländes unter Einbindung der Bevölkerung` höchste Priorität einzuräumen. Die ÖVP Penzing fordert daher die Stadtverwaltung auf, einen sofortigen Bürgerbeteiligungsprozess zu starten, bei dem die Unterzeichner der Unterschriftenaktion "Steinhof erhalten" so weit wie möglich eingebunden werden können. Die ÖVP Penzing schlägt daher in diesem Zusammenhang die Abhaltung eines Open Space "Steinhof 2025" vor!", so Lerch.

Am 11. Februar 2014 soll nun der 2. Teil der Bürgerversammlung wieder im Festsaal des Goethe-Gymnasiums stattfinden. Proteste sind unter anderem angesichts der keineswegs ausreichenden Sitzkapazitäten erneut zu erwarten.

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