Bio-Apfel startet in die Hochsaison

Große Sortenvielfalt steht zum Verkauf bereit

Wien (OTS) - In der Hitliste der Bio-Obstsorten liegen Äpfel bei den Konsumenten unangefochten an der Spitze. Im Jahr 2013 wurden 12.200 t produziert. Jetzt beginnt die Hochsaison im Verkauf. Bis dahin werden die im Herbst geernteten Bio-Äpfel in den Kühlzellen der Packhäuser in den "Winterschlaf" versetzt. Durch den niedrigen Gehalt an Sauerstoff in den Kühlzellen und Temperaturen zwischen 1 und 2 Grad Celsius wird die Atmung des Obstes reduziert. Dadurch bleiben die Äpfel knackig frisch und landen in 1A-Qualität beim Konsumenten. Jetzt werden die Lager geöffnet.

Äpfel führen unangefochten die Hitliste der heimischen Bio-Obstsorten an. Rund 5% aller Äpfel im Lebensmitteleinzelhandel werden in Bio-Qualität gekauft, wertmäßig liegt der Anteil bei 9,1%. Es gibt eine große Sortenvielfalt - Topaz, Gala, Braeburn, und Golden Delicious haben sich im Bio-Landbau und bei den Konsumenten besonders etabliert. Sie decken eine breite aromatische Vielfalt - von süß bis zu feiner Säure - und damit eine große Palette an Verwendungsmöglichkeiten ab.

Hauptanbaugebiet der heimischen Bio-Äpfel sind die Steiermark mit 530 ha und Niederösterreich mit 260 ha. Rund 15% der Bio-Ernte wird verarbeitet, beispielsweise zu Müsli, Apfel-Chips, Säften oder Tees. Stark im Wachsen ist die Verarbeitung von Bio-Äpfeln für Baby- und Kleinkindnahrung.

Rückblick auf die Ernte 2013

Die Bio-Apfelbauern waren über den Blütenansatz im vergangenen April begeistert. Kurze Zeit später kam allerdings die große Kälte, viele Blüten wurden nicht befruchtet und sind abgestorben. Dies führte zu einer kleineren Erntemenge. Einzig der Sorte Topaz - bei dieser dauert der Zeitraum der Befruchtung länger - konnte die Kälte nichts anhaben. Bio-Topaz sind in großer Menge und exzellenter Qualität verfügbar.

Die Sorte Gala besticht heuer durch ein außergewöhnlich intensives Aroma, da sich der hohe Fruchtzuckeranteil in kleineren Äpfeln konzentriert und noch besser zur Geltung kommt. Insgesamt war die geerntete Qualität sehr gut, die Äpfel sind allerdings um etwa 5 bis 7 mm kleiner als im Jahr davor.

Bio-Birne boomt

Auch in Sachen Bio-Birne haben die heimischen Produzenten einiges zu bieten. Österreich gilt mit einer Anbaufläche von 120 ha europaweit als Region mit der größten Menge der Birnensorte Uta. Im Allgemeinen sind die Landwirte bei den Birnen sowohl mit der Menge als auch mit Qualität und Geschmack der Ernte 2013 sehr zufrieden.

Bio-Obst auch im Export gefragt

Der Export heimischer Bio-Äpfel hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt und wird für die Saison 2013/14 auf rund 40% geschätzt. Auch Bio-Birnen sind außerhalb der österreichischen Grenzen gefragt, rund ein Drittel der Ernte wird ausgeführt. Hauptabnehmer sind Deutschland, Frankreich, England und Skandinavien. Nach Südtirol ist Österreich der zweitgrößte Exporteur von Bio-Äpfeln in Europa. Die heimischen Produzenten überzeugen vor allem mit lange lagerfähiger Ware.

Trends beim Bio-Obst

Die biologische Obstproduktion boomt, Experten rechnen mit einem jährlichen Wachstum der Apfel- und Birnen-Anbaufläche von rund 8%. Wichtig ist für die Obstbauern, langfristig zu planen, denn eine Apfelanlage wird rund 20 Jahre genutzt. Robuste Sorten werden bevorzugt gepflanzt, vor allem aber sollen die Äpfel den Geschmackspräferenzen der Konsumenten entsprechen.

Auch bei der Verpackung üben sich die Produzenten in Nachhaltigkeit und testen eine 100% abbaubare Zellulose-Verpackung, die ohne Tasse auskommt. Dadurch können 40% des Verpackungsmaterials eingespart werden. Die erste Abpackanlage dafür steht in Wollsdorf in der Steiermark.
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Mag. Barbara Köcher-Schulz, AMA-Bio-Koordinatorin
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Tel.: 01/33151-404, Mobil: 0664/837 61 78, E-Mail: manuela.schuerr@ama.gv.at

Fritz Prem, Obmann der österreichischen Absatzgemeinschaft für Bio-Obst
Mobil: 0664/41 11 219, E-Mail: fritz@prem-at.eu

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