Akademikerball: Journalistengewerkschaft kritisiert "Zensurmaßnahme"

Ausnahme vom Platzverbot für InhaberInnen gültiger Presseausweise gefordert

Wien (OTS/ÖGB) - Mit Befremden reagiert die Journalistengewerkschaft auf die Teil-Sperre der Wiener Innenstadt, die morgen, Freitag, auch für Journalistinnen und Journalisten im Zusammenhang mit dem sogenannten Akademikerball verhängt wurde. MedienmitarbeiterInnen dürfen den großflächig abgesperrten Bereich nur zeitlich beschränkt und unter Polizeiaufsicht betreten, diese halbstündige Ausnahme vom Platzverbot gibt es nur für JournalistInnen, die sich für die Berichterstattung über den Ball akkreditieren.

"Die freie Berichterstattung über politisch relevante Ereignisse zählt zu den wichtigsten Aufgaben des Journalismus. Wenn Kolleginnen und Kollegen dies verwehrt wird, dann ist das ein Anschlag auf die Pressefreiheit. Das erinnert an Zustände, wie sie derzeit in der Ukraine herrschen", kritisiert Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, die Maßnahme der Wiener Polizei. Die Journalistengewerkschaft fordert die Verantwortlichen auf, diese Zensurmaßnahme zurückzunehmen und die Arbeit der Medien nicht zu behindern, indem InhaberInnen gültiger Presseausweise von diesem Platzverbot ausgenommen werden.

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Franz C. Bauer
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