ÖJC verlangt freie Berichterstattung rund um den Akademikerball

Wien darf nicht Kiew werden

Wien (OTS/ÖJC) - Der Österreichische Journalisten Club - ÖJC ersucht dringend die Landespolizeidirektion Wien und das zuständige Innenministerium eine freie und unabhängige Berichterstattung rund um den stark im öffentlichen Interesse stehenden Akademikerball zu ermöglichen und nicht zu behindern. Nach Angaben der Wiener Polizei sind Journalisten am Freitag ab 16.30 Uhr aus Teilen der Wiener Innenstadt ausgesperrt. Nur für jene Journalisten, die vom Akademikerball berichten wollen, ist eine halbstündige Ausnahme vom Platzverbot vorgesehen. Diese dürfen von 20.15 Uhr -20.45 Uhr die Tretgitterschranken passieren, allerdings nur in Begleitung eines Pressesprechers der Landespolizeidirektion Wien.

"Diese Form der polizeilichen Überwachung der Berichterstattung über ein Ballereignis schränkt die Möglichkeiten der Berichterstattung massiv ein, ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Pressefreiheit und geht weit über die bereits mehrfach kritisierten Bestimmungen des Sicherheitspolizeigesetzes hinaus", kritisiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Haltung der Landespolizeidirektion Wien.

Der ÖJC lehnt jede Form von "embedded journalism" egal ob im Irak, in Kiew oder in Wien ab. Aufgabe das Journalismus ist die unabhängige Berichterstattung, ebenso über ein umstrittenes Ballereignis, über die Forderungen und Handlungen der Demonstranten und über die Arbeit der Exekutive. Journalisten mit Hilfe von Polizeigewalt an ihrer Arbeit zu behindern - oder diese ganz zu unterbinden - entspricht nicht den Anforderungen an eine demokratische Gesellschaft, so der ÖJC.

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