Stronach/Nachbaur kritisiert massiven Anstieg bei Antidepressiva für Kinder

Mit den Problemen der Kinder auseinandersetzen und auch die Familien stärken und unterstützen

Wien (OTS) - Das Team Stronach hat eine parlamentarische Anfrage an SPÖ-Gesundheitsminister Stöger betreffend "Antidepressiva für Kinder" eingebracht und nun die Antwort erhalten. Die Zahlen sind erschreckend: So ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen (0-19 Jahre), die Antidepressiva erhalten haben, von 36.289 im Jahr 2009 auf 40.716 im Jahr 2012 angestiegen. Massiv ist der Anstieg bei der Gruppe der bis 4-Jährigen: von 1.584 im Jahr 2009 auf 2.214 im Jahr 2012.

Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur: "Die Anzahl an Kindern und Jugendlichen, die Antidepressiva erhalten ist dramatisch hoch. Mit Medikamenten werden nur die Auswirkungen unterdrückt, aber es gibt niemanden, der sich um die Ursachen kümmert. Pillen für überaktive Kinder sind jedenfalls der falsche Weg. Ein Teil des Problems ist, dass manche Ärzte sofort Pillen verschreiben."

Nachbaur verlangt, dass man sich mehr mit den Problemen der Kinder auseinandersetzen und auch die Familien stärken und unterstützen müsse. "Die Kinder müssen mehr Sport betreiben können. Daher muss die von allen Parlamentsparteien geforderte tägliche Turnstunde endlich umgesetzt werden. Außerdem muss den Eltern die Möglichkeit gegeben werden, dass sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können, ohne in die Armutsfalle zu geraten."

Die Team Stronach Klubobfrau fordert weiters einen runden Tisch mit Gesundheitsminister und Kinderärzten, um zu eruieren, warum immer mehr Kinder Antidepressiva erhalten. "Es braucht eine Task Force Kindergesundheit. Auch seitens der Kassen sollen mehr Kinderärzte zugelassen werden", so Nachbaur.

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