EEÖ: Tempodrosselung bei Erneuerbaren-Ausbau inakzeptabel

EU-Klimaziele viel zu schwach - Österreich muss jetzt eigene Ziele setzen

Wien (OTS) - Wien - der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich kritisiert die heute von EU-Kommissionspräsident vorgeschlagenen Klimaziele als ambitionslos. Die EU-Kommission möchte die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent senken und den Anteil erneuerbarer Energien auf 27 Prozent erhöhen. Das bedeutet, dass die jetzige Klimapolitik stark eingebremst wird. "Dieser Vorschlag ist inakzeptabel, und Österreich muss jetzt eigene Ziele setzen", so EEÖ-Geschäftsführer Jurrien Westerhof.

Derzeit liegt das Ausbautempo bei erneuerbaren Energien in den EU-27 bei ca. 1,3 Prozentpunkten jährlich, und alleine ein Beibehalten vom jetzigen Tempo würde bis 2030 zu einem Anteil erneuerbarer Energien von mehr als 36 Prozent führen. Der aktuelle Vorschlag würde eine Halbierung bedeuten. Das bedeutet auch, dass der Konjunkturmotor Erneuerbaren-Ausbau stark gedrosselt wird, und dass eine treibende Kraft hinter zahlreichen Innovationen wegfällt.

Erneuerbare Energie Österreich verlangt daher von der österreichischen Bundesregierung, sich bei der EU-Kommission für deutlich ambitioniertere Ziele einzusetzen: der Anteil erneuerbarer Energien muss auf 45 Prozent erhöht werden, die CO2-Emissionen um mindestens 55 Prozent verringert, und der Energieverbrauch muss gegenüber 2005 um mindestens 30 Prozent reduziert werden. "Damit Österreich in Brüssel glaubwürdig auftreten kann, muss die Bundesregierung für Österreich ebenfalls 3 ambitionierte Ziele für 2030 beschließen, mit einem Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 60 Prozent", schließt Westerhof.

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Dipl.-Ing. Jurrien Westerhof, Geschäftsführer Erneuerbare Energie Österreich, 0664-6126701

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