Kleinwasserkraft Österreich: Eine europäische Volksabstimmung zur Energiewende ist notwendig

Anti-Atompolitik bedeutet verpflichtend 45% erneuerbare Energie bis 2030 in der EU

Wien (OTS) - Brüssel Der Verein Kleinwasserkraft Österreich spricht sich für eine europaweite Volksabstimmung zur Vereinbarung der neuen Klima- und Energieziele in Europa aus. "Kaum etwas betrifft die Menschen in ganz Europa mehr als der Umstieg von Atomkraftwerken und fossilen Kraftwerken hin zu 100% erneuerbarer Energie!", begründet Kleinwasserkraftsprecher Erwin Mayer seine Forderung. Die EU-Kommission hat mit ihrem "Nur CO2-Ziel" und unverbindlichen und weit zu geringem Ausbauziel für erneuerbare Energien dem Ausbau der Atomenergie die Schleusen geöffnet. "Klimaschutz und hohe CO2-Preise in Europa sind wichtig und richtig, aber sie dürfen zu keiner Atomrenaissance an unseren Grenzen und in der EU führen" betont Kleinwasserkraft Präsident Christoph Wagner, der als Oberösterreicher selbst nur 80 Kilometer von Temelin entfernt lebt. Der Verband fordert daher drei verbindliche Ziele bis 2030:

-55 bis -60% Treibhausgase gegenüber 1990 45% erneuerbare Energie 30% geringerer Energieverbrauch gegenüber 2005

Bereits bei der Zieldiskussion für die heutigen 20/20/20 Ziele der EU erkannte der damalige österreichische Bundeskanzler Gusenbauer bei der Berichterstattung im Nationalrat: "Zum Zweiten stellen wir auch fest, dass die Bevölkerung in Europa eigentlich anders denkt als die Regierenden" und weiter "Überhaupt ist interessant, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas auch viel weiter gehend sind, was Fragen verbindlicher Ziele betrifft. Zum Beispiel wollen 83 Prozent aller Menschen in Europa, dass es einen fixierten Mindestanteil an erneuerbarer Energie bei der Energieproduktion gibt" (24 / 13. Sitzung 7. März 2007 Nationalrat, XXIII. GP) Kanzler Gusenbauer bezog sich auf eine damalige Eurobarometerumfrage.

"Eine europaweite Volksabstimmung wie sie vergangene österreichische Bundesregierungen immer wieder für den Atomausstieg gefordert haben, wäre jetzt für diese drei EU-Ziele notwendig", fordern die beiden Kleinwasserkraftvertreter. Auch das letzte Regierungsprogramm versprach noch den Einsatz der Bundesregierung für die Einführung von europaweiten Volksabtimmungen. S. 243: "Österreich wird darum grundsätzlich für europaweite Volksabstimmungen eintreten."

Rückfragen & Kontakt:

Kleinwasserkraft Österreich
Stv. GF Mag. Erwin MAYER
Tel.: 0664/2700441

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KWK0001