AKS: Schulautonomie - ein Schuss in den Ofen

AKS kritisiert falschen Zugang zu Schulautonomie

Wien (OTS) - Der von vielen Seiten geforderte Ausbau der Schulautonomie lehnt die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) ab. Es wäre verheerend, würden die Direktionen Personalbestellung durchführen können. "Dies führt nur dazu, dass es in manchen Schulen, die jetzt schon einen besseren Ruf genießen oder zentraler liegen, sich die "besten" Lehrpersonen angeln können. Denn Schulen in der Peripherie können neue Lehrpersonen ja nicht mit besserem Gehalt ködern, immerhin ist dieses ja vorgegeben", betont die Bundesvorsitzende der AKS Claudia Satler empört über diesen Vorschlag.

Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2012" belegt, dass die Schulautonomie im österreichischen Vergleich verhältnismäßig niedrig ausgeprägt ist und das ist gut so. Es kann nicht sein, dass es immer mehr weg von der Zentralisierung geht. "Autonomie muss im Klassenzimmer geschehen, die Schüler_innen müssen mehr Raum zur Mitsprache bekommen!," fordert die Schüler_innenverteterin. "Die Schulautonomie dazu zu nutzen, Direktor_innen zu Chefin_innen einer Firma "Schule" zu machen, bedeutet einen Nachteil für den fairen Bildungszugang." Viel mehr müsse man auf das Schulsystem an sich eingehen. "Vergleiche mit anderen Ländern, was die Schulautonomie anbelangt, sind schlichtweg unvollständig, da kaum ein anderes Land ein derart differenziertes Schulsystem hat", kritisiert Satler die Diskussion. "Führen wir eine ganztägige Gesamtschule ein, dann können wir das Thema "Schulautonomie" auf einer ehrlichen Ebene führen", fordert die Bundesvorsitzende abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Claudia Satler
AKS Bundesvorsitzende
tel: 069911408142
mail: claudia.satler@aks.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0003