Mineralölindustrie: Kraftstoffpreise 2013 im Jahresvergleich gefallen

Benzin -3,9%, Diesel -3,8%, Gesamtersparnis rund 350 Mio. Euro

Wien (OTS) - Die heimischen Kraftstoffpreise lagen im Jahr 2013 auf einem generell stabilen Niveau ohne große Schwankungen. Im österreichweiten Durchschnitt lag der Tankstellenpreis für Eurosuper 2013 laut Erhebungen für die Europäische Kommission bei 1,393 Euro (2012: 1,450 Euro). Dies ergab eine Preisdifferenz zum Jahr 2012 von -3,9% bzw. -5,7 Cent pro Liter. Diesel kostete an Tankstellen durchschnittlich 1,357 EUR, im Jahr davor 1,410 Euro. Das bedeutete eine Preisminderung um -3,8% bzw. -5,3 Cent pro Liter gegenüber 2012. Aufgrund der gesunkenen internationalen Produktenpreise und des harten Wettbewerbes der Tankstellenunternehmen untereinander, konnten den heimischen Autofahrern im Vorjahr rund 350 Mio. Euro an Kraftstoffkosten erspart werden.

"2013 war für die heimischen Autofahrer in Summe gesehen ein vergleichsweise gutes Tankjahr. Die Mischung aus sinkenden Produktenpreisen und hartem nationalen Wettbewerb sorgte dafür, dass die Konsumenten insgesamt um etwa 350 Mio. Euro weniger an Tankstellen für Kraftstoffe ausgeben mussten als noch 2012. Dass der heimische Wettbewerb im Mineralölbereich funktioniert zeigte auch das heimischen Spritpreisniveau 2013, das stets unter dem EU-Durchschnitt blieb. Die Kehrseite der Medaille waren weiterhin bescheidene Verdienstmöglichkeiten im Tankstellengeschäft." sagt Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie. Positiver Nebeneffekt der sinkenden Kraftstoffpreise war auch, dass die Entwicklung der Inflation durch die rückläufige Preisentwicklung maßgeblich gedämpft wurde.

Ferienzuschlag existiert nicht

Ein Autofahrerclub hatte vor kurzem öffentlich mit einem sich hartnäckig haltenden Vorurteil aufgeräumt und festgestellt, dass die Tankstellenpreise zuletzt vor Feiertagen bzw. zum Ferienbeginn sogar gesunken sind. Die Mineralölindustrie hatte in den Spritpreisdiskussionen immer wieder betont, dass die internationalen Produktenpreisen für Benzin und Diesel maßgeblich für die Preisgestaltung sind und sich diese nicht nach dem österreichischen Ferienkalender richten.

Nettopreisminderung: minus 6,5% bei Eurosuper und minus 5,7% bei Diesel

Die österreichische Mineralölindustrie möchte darauf aufmerksam machen, dass man die Veränderungen der heimischen Tankstellenpreise nicht 1:1 mit den internationalen Rohölpreisen vergleichen darf. Zum einen handelt es sich bei Benzin und Diesel um Fertigprodukte aus Rohöl, die einen Raffinerieprozess durchlaufen haben, bei dem Kosten entstehen. Zum anderen ist in Österreich Benzin und Diesel mit einem konstanten Mineralölsteuerbetrag und zusätzlich einer Mehrwertsteuer belastet, was rund 50% des Zapfsäulenpreises an der Tankstelle ausmacht. Dennoch stellte ein Autofahrerclub kürzlich zum wiederholten Male den mathematisch unzulässigen Vergleich zwischen Rohölpreis und Benzin-/Diesel-Zapfsäulenpreisen an. Fakt ist, dass die um die Steuer bereinigten Preisrückgänge (Nettopreisminderung) im Jahresvergleich rund 6,5% bei Eurosuper und 5,7% bei Diesel ausmachten.

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