FPÖ-Mölzer: EU-Unterstützung für ukrainische Opposition ist zu hinterfragen

Vor Haustür der EU darf kein neuer Krisenherd entstehen - Präsident Janukowitsch als Persona non grata zu behandeln ist falsch

Wien (OTS) - Die Unterstützung der ukrainischen Opposition seitens der EU und europäischer Länder sei angesichts der jüngsten Gewaltwelle kritisch zu hinterfragen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Einerseits haben Oppositionsführer wie Vitali Klitschko die Kontrolle verloren, andererseits geht es vielen Demonstranten nicht um politischen Wandel, sondern um Zerstörung, Chaos und Anarchie", hielt Mölzer fest.

Deshalb sei Brüssel gut beraten, so das freiheitliche Mitglied der Ukraine-Delegation des Europäischen Parlaments, alle konstruktiven Kräfte in Kiew zu unterstützen. "Dazu zählt auch Präsident Viktor Janukowitsch. Ihn als Persona non grata zu behandeln, weil er engere Beziehungen zu Moskau der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens mit der EU vorgezogen hat, ist der falsche Weg. Schließlich ist die Ukraine ein souveräner Staat und kann selbst über ihre Zukunft entscheiden", betonte Mölzer.

Wie sich nun zeige, sei eine einseitige Unterstützung der ukrainischen Opposition ein gefährliches Unterfangen, erklärte der freiheitliche EU-Mandatar. "In dem Bestreben, von außen das politische Kräfteverhältnis in Kiew zu verändern, wurden offenbar zweifelhafte Elemente unterstützt. Das Resultat ist nun, dass ein Bürgerkrieg in der Ukraine nicht mehr ausgeschlossen werden kann und vor der Haustür der EU ein neuer Krisenherd entsteht", schloss Mölzer.

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