Nach deutscher Umfrage: Legalisierung der Suizidbeihilfe auch in Österreich überfällig

Wien (OTS) - Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland ist die Mehrheit der Bevölkerung für eine Aufhebung des Verbots der Sterbehilfe. Eine am Dienstag (21.1.2014) im Auftrag von "Zeit Online" veröffentlichte Studie zeigt, dass über 66% der deutschen Bevölkerung für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe sind, während gar 72% der Befragten sich für den Beibehalt der Straflosigkeit des assistierten Suizids aussprachen. Eine von der Med Uni Graz bereits im Jahr 2010 veröffentlichte Studie zeigte, dass 62% der österreichischen Bevölkerung die aktive Sterbehilfe befürworten. Der in Österreich verbotene assistierte Suizid dürfte sinngemäß eine signifikant höhere Zustimmungsrate genießen.

"Das in Österreich noch immer geltende undifferenzierte und unbegründete Verbot jeglicher Form der Sterbehilfe veranschaulicht vor allem eines: die Mutlosigkeit der hiesigen Politik, sich mit unangenehmen Themen zu beschäftigen" meint Eytan Reif, Sprecher der "Initiative Religion ist Privatsache". Laut Reif stellt das in Österreich geltende Verbot der Suizidbeihilfe "eine primär religiös motivierte und verfassungsrechtlich fragwürdige Einmischung des Staates in höchstprivaten Angelegenheiten dar".

Als "demokratiepolitisches Armutszeugnis" bezeichnet Reif den angekündigten Plan der neuen österreichischen Regierung, ein Sterbehilfeverbot sowie ein 'Recht auf Sterben in Würde' in die Verfassung aufzunehmen. "Weder die österreichische Verfassung noch der Begriff der Menschenwürde dürfen missbraucht werden, um über die Köpfe der Bevölkerung hinweg eine längst fällige Diskussion zu unterbinden. Angebracht wäre vielmehr eine gesetzliche Regelung des assistierten Suizids um einerseits das Selbstbestimmungsrecht zu wahren und andererseits vor Missbrauch zu schützen" so Reif abschließend.

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