Gesundheitsminister Stöger und Justizminister Brandstetter: Prävention ist unser gemeinsamer Schwerpunkt

Beim Pressefoyer nach dem Ministerrat informierten heute erstmals Fachminister über die Regierungsarbeit

Wien (OTS) - "Ein Schwerpunkt der Regierungsarbeit im Gesundheitsbereich wird die Prävention sein. Dafür haben wir ein Maßnahmenpaket mit neuen Leistungen geschnürt", sagte Bundesminister Alois Stöger heute, Dienstag, beim Pressefoyer, das der Gesundheitsminister gemeinsam mit Justizminister Wolfgang Brandstetter im Bundeskanzleramt bestritt. "Das Gratis-Kinderimpfprogramm, das bereits in den letzten Jahren erheblich erweitert wurde, wird ab nun auch die Vorbeugung gegen von HP-Viren ausgelöste Karzinome, insbesondere Gebärmutterhalskrebs, sicherstellen."

Mit Jahresbeginn 2014 werde für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren ein regelmäßiges Brustkrebsscreening angeboten. "Wir haben bereits 64.000 Frauen mit einem Brief dazu eingeladen", sagte Stöger. "Auch der Mutter-Kind-Pass, der heuer sein vierzigjähriges Bestehen feiert, wird mit dem Ausbau der kostenlosen Hebammenberatung weiterentwickelt." Ein wichtiger Schwerpunkt wird die Kinder- und Jugendgesundheit sein. Dabei gehe es einerseits um hochwertigere Schulverpflegung, aber auch um Zahngesundheit.

Schließlich ging Stöger auf die Gewährleistung der flächendeckenden medizinischen Versorgung ein: "Wichtig ist ein Netzwerk aus interdisziplinären Angeboten, besonders im ländlichen Raum. Im Zuge der Gesundheitsreform müssen Länder, Sozialversicherungsträger und der Bund gemeinsam entscheiden, was gebraucht wird, um eine adäquate Versorgung in ganz Österreich sicher zu stellen."

"Auch im Justizbereich ist die Prävention Schwerpunkt", betonte der neue Justizminister. Insbesondere müsse das Abrutschen von Kindern und Jugendlichen in die Kriminalität verhindert werden. "Wir müssen dafür sorgen, dass junge Menschen in Krisensituationen ihre Zukunft nicht verspielen", so Brandstetter. Daher werde unter anderem die Familiengerichtshilfe in ganz Österreich ausgebaut, damit Fachkräfte rechtzeitig eingreifen können. "Wir wollen den flächendeckenden Ausbau solcher Einrichtungen forcieren. In einem weiteren Schritt würde ich mir mittelfristig auch einen Ausbau der Jugendgerichtshilfe wünschen."

"Bei der Reform des Jugendstrafvollzugs kann ich auf die Vorarbeiten der bereits eingesetzten Task-Force aufbauen und mit der Umsetzung beginnen", sagte Brandstetter.

Auf Nachfrage zu einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie sagte Stöger: "Als Gesundheitsminister bin ich für die sofortige Umsetzung des Rauchverbotes, sobald wir eine parlamentarische Mehrheit dafür gefunden haben." Ähnlich Minister Brandstetter: "Ich sehe das genauso. Man muss nur auch den Vertrauensschutz beachten, denn viele Gastronomen haben in die räumliche Trennung von Raucher-und Nichtraucherbereichen große Summen investiert."

Abschließend kündigten die Minister an, dass auch in Zukunft Fachminister bei einzelnen Pressefoyers Auskunft über die Arbeit der Regierung geben werden.

Bilder vom Pressefoyer im Bundeskanzleramt sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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