Neues Volksblatt: "Die Stirn bieten" von Christian Haubner

Ausgabe vom 21. Jänner 2014

Linz (OTS) - Absolute Sicherheit kann es nicht geben, sagt ein Experte in Sachen Terrorismusbekämpfung im VOLKSBLATT-Gespräch im Hinblick auf die Terrordrohung gegen die Olympischen Spiele in Sotschi. Das gilt freilich für alle Großveranstaltungen in allen Bereichen: Überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es per se einen Fokus der Aufmerksamkeit. Und überall dort könnten Terroristen zuschlagen, um ihren Anliegen mit gewaltsamen Aktionen Nachdruck zu verleihen.
Natürlich gilt es, solche Drohungen ernst zu nehmen und strenge Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Wichtig ist aber auch, dass man sich von Drohungen nicht in Panik versetzen lässt. Denn dies würde bedeuten, jenen das Feld zu überlassen, die Gewalt als Mittel zum Zweck sehen. Dann dürfte man kein Fußball- oder Tennisspiel besuchen, keine U-Bahn in großen Städten benutzen, keinem Marathon-Lauf beiwohnen - auch nicht als Zuseher -, ja nicht einmal ein Hochhaus betreten oder Züge und Flugzeuge besteigen. Denn wie die Geschichte lehrt, kann so gut wie alles zum Terror-Ziel werden. Würde man sich davon einschränken lassen, hätte der Terror gewonnen - und wären Extremisten in aller Welt ermutigt, ihre Forderungen einfach mit Gewaltandrohung durchzusetzen. Damit das nicht passiert, gilt es auch bei Olympia, bestmögliche Vorkehrungen zu treffen und damit Terroristen die Stirn zu bieten.

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