Österreichische Bundesforste: KV-Verhandlungen stocken

BetriebsrätInnen sehen ihre Forderungen durch Rekordgeschäftsjahr gerechtfertigt

Purkersdorf (OTS/ÖGB) - Die seit über einem Monat andauernden Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 1.200 Beschäftigten der Österreichischen Bundesforste sind weiterhin ohne Ergebnis. Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 20. Jänner legte der Unternehmensvorstand kein für die ArbeitnehmervertreterInnen zufriedenstellendes Angebot vor. "2013 war das beste Geschäftsjahr seit Gründung der Österreichischen Bundesforste vor fast 90 Jahren", fehlt Josef Reisenbichler, Vorsitzender-Stellvertreter des Zentralbetriebsrates und Branchenvorsitzender Forstwirtschaft der Produktionsgewerkschaft das Verständnis dafür. "Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit für kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen?"

Der ÖBF-Vorstand hat das Angebot auf Arbeitgeberseite in der dritten Verhandlungsrunde auf 2,6 Prozent etwas verbessert. Für die ArbeiterInnen der Bundesforste hat eine BetriebsrätInnenkonferenz am 15. Jänner eine Forderung von 76,35 Euro beschlossen. "In der wichtigsten Funktionsgruppe 3/2 würde sich eine Erhöhung von 2,9 Prozent ergeben, mit dem sozialen Aspekt, dass niedrigere Einkommen stärker angehoben werden", erläutert Reisenbichler. "Damit bewegen wir uns insgesamt leicht über dem Abschluss der Privatforste."

"Angesichts des Rekordergebnisses im abgelaufenen Jahr ist diese Forderung also durchaus gerechtfertigt und nicht aus der Luft gegriffen", stellt Reisenbichler fest. Forstarbeit verlange höchste fachliche Kompetenz für ein ökologisch sensibles Umfeld und extreme körperliche Anstrengungen. "Das Wissen und die Einsatzbereitschaft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg der Österreichischen Bundesforste", sagt Reisenbichler. Diese Leistung müsse sich auch in den Lohn- und Gehaltserhöhungen angemessen widerspiegeln. "Diese Anerkennung erwarten sich die Bundesforste-Beschäftigten vom Vorstand, und das zurecht."

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18. Februar statt. Zuvor werden die BetriebsrätInnen der Bundesforste in einer Konferenz das weitere Vorgehen beraten.

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