GÖD-Justizwachegewerkschaft reagiert auf Kurierartikel vom 20.01.2014

Vorsitzender Albin Simma wehrt sich gegen Vorwürfe.

Wien (OTS) - Aufgrund des Artikels in der Tageszeitung Kurier vom 20.Jänner 2014 über Kosmetik im Jugendvollzug veröffentlicht Simma eine Richtigstellung über die Aussage: "Der Beamte sagt: 'Ram zsam!'" der Leiterin der Jugendstrafanstalt Gerasdorf, Mag.Neuberger-Essenther. "Es ist unverschämt und frech, wie sich Frau Neuberger-Essenther über die Justizwachebediensteten äußert", ärgert sich Simma.

"Wenn die Justizwachebediensteten nicht tagtäglich für Ordnung und für einen geregelten Tagesablauf sorgen würden, und das gewissenhaft und gesetzmäßig, würde es dort anders ausschauen.", so Simma weiter. Was ist so schlecht daran, junge oder jugendliche Straftäter einen ordentlichen Lebenswandel beizubringen? Was soll ein Sozialpädagoge anders machen?

Unwahr ist, dass die Justizwachgewerkschaft Betreuungstätigkeiten verhindert. Fakt ist vielmehr, dass die Justizwache es ablehnt, die Verantwortung für die Sicherheit extern zugekaufter Betreuer, die aus dem privaten Umfeld der dortigen Leiterin kommen, zu übernehmen. Dieser externe "Fachmann" für Kletterkünste ist der Sohn einer Sozialpädagogin aus der Justizanstalt Gerasdorf, die zwei Jahre als Sozialpädagogin beschäftigt und bezahlt wurde, obwohl sie noch keine Ausbildung hatte. Simma: "Diese Freunderlwirtschaft, die ja dem Steuerzahler zur Last fällt, sollte endlich beendet werden".

Der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft wehrt sich gegen die negativen Darstellungen seiner Berufsgruppe in den Medien. "Ich ersuche den Herrn Bundesminister, hier tätig zu werden, und solche berufsschädigenden Aussagen von Leiterinnen und Leitern zu unterbinden", so Simma.

Warum wird nicht klar und deutlich kommuniziert, dass der Jugendvollzug, so wie es sich manche wünschen würden, nicht leistbar und in dieser Form gescheitert ist? Sind ca. 150 (!) Gruppenausgänge im Jahr und noch vieles andere mehr, das nicht erwähnt wurde, zu wenig?

Wachen Sie auf, liebe Frau Psychologin, der Traum einer gefängnislosen Gesellschaft ist nicht umsetzbar und die Zeiten, in denen man eine gewisse Klientel am Strafvollzug verdienen lässt, ist nicht mehr leistbar.

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