Polizei - Stronach/Köfer: "Großdienststellen sind kein Zukunftsmodell!"

Widerstand gegen weitere Sparpläne im Sicherheitsbereich

Klagenfurt (OTS) - Weiterhin harte Kritik übt der Kärntner Landesrat Gerhard Köfer (Team Stronach) an den bedenklichen Umstrukturierungsplänen der "neuen" Bundesregierung in Bezug auf die Polizei und die öffentliche Sicherheit: "Das Vorhaben, Großdienststellen in gewissen Tälern einzurichten, stößt bei uns auf tiefe Ablehnung. Diese "Umstrukturierung" ist kein Zukunftsmodell, sondern viel mehr ein weiterer sicherheitspolitischer Kahlschlag zu Lasten der Bevölkerung und des ländlichen Raumes. Etliche Überstunden, die in kleineren Posten anfallen, drohen dem ungerechten Sparstift der Rot-schwarzen Regierung in Wien ebenfalls zum Opfer zu fallen."

Köfer war selbst in Kärnten als Gendarm tätig und kennt daher die Sorgen und Ängste der Bevölkerung aus nächster Nähe: "Das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen am Land ist immer damit gekoppelt, dass es vor Ort lokale Polizeiposten und Ansprechpartner gibt, die für die Bürger erreichbar sind. Dieses System hat sich über Jahrzehnte bewährt und muss auch in Zukunft flächendeckend gewährleistet bleiben! Dafür sind die monetären Mittel, wie man dem Budget entnehmen kann, auch durchaus vorhanden." Mit einer Mär möchte Köfer im Zusammenhang mit der "ländlichen Polizei" auch aufräumen:
"Leider wird es medial oft so dargestellt, dass Polizeibeamte am Land weniger ausgelastet sind - das ist aber absolut nicht der Fall. Die Polizeidienststelle vor Ort ist viel mehr eine kompetente Servicestelle und deren Beamte sind im ständigen Einsatz für die Menschen." Köfer verweist auch darauf, dass sich nach Bekanntwerden der Regierungsvorhaben zahlreiche Beamte in seinem Regierungsbüro gemeldet haben und ihre Bedenken gegen diese Sparreform, aber auch gegen den Abbau von Überstunden, die einen Teil des Gehaltes darstellen, zum Ausdruck gebracht haben.

Allgemein stoßen die nur sehr langsam ans Tageslicht tretenden Pläne der Bundesregierung bei Köfer auf massiven Widerstand: "In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde speziell im Kärntner Sicherheitssystem, gerade am Land, so viel an Geld eingespart, dass es heute schlicht und ergreifend gar keine Sparpotenziale mehr gibt! Jeder weitere Cent, der nicht mehr zur Verfügung steht, gefährdet die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner und das ist nicht zumutbar! Dagegen werden wir uns entschieden auflehnen!"

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