FSG NÖ präsentiert Arbeitsschwerpunkte 2014

"Menschen sind keine Maschinen"

Wien (OTS/FSG NÖ) - Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des bevorstehenden Start Ups der FSG Niederösterreich in das Jahr 2014 präsentierte AKNÖ-Präsident Markus Wieser seine Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Monate und hob die Auswirkungen des aktuellen Regierungsabkommens auf die ArbeitnehmerInnen Niederösterreichs hervor.

"Als ich zum AKNÖ-Präsidenten gewählt wurde, habe ich mein Leitmotiv ,Menschen sind keine Maschinen' dargestellt. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich auch das Regierungsprogramm und was es konkret für die arbeitenden Menschen in diesem Land bedeutet, bewertet. Mein Fazit ist, dass wir die Arbeitskraft endlich nachhaltig entlasten müssen", betonte Markus Wieser. An erster Stelle steht für die FSG NÖ die steuerliche Entlastung der ArbeitnehmerInnen. Der Eingangssteuersatz muss von 36,5 Prozent auf 25 Prozent gesenkt werden. Markus Wieser: "Das ist die mit Abstand sinnvollste Handlung, die man setzen kann. Sie gibt den Menschen mehr Geld in die Hand, Geld, das zu 100 Prozent wieder in die lokale Wirtschaft fließt und somit Arbeitsplätze schafft oder sichert." Die Gegenfinanzierung dieser Entlastung von rund 500.000 NiederösterreicherInnen würde durch die Einführung einer effektiven und gerechten Vermögenssteuer sowie die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer gewährleistet werden. "In diesem Zusammenhang freut es mich besonders, dass vernünftige Kräfte in der ÖVP, wie zum Beispiel Landeshauptmann Haslauer, beginnen, Denkverbote zu durchbrechen. Der Mann kann rechnen und weiß ebenso gut wie ich, dass wir die arbeitenden Menschen endlich entlasten müssen", so Wieser. Die FSG NÖ unterstützt daher auch nachdrücklich die Forderung von Landeshauptmann Niessl, eine Steuerreform schon jetzt mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro durchzuführen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt, der ein Grundbedürfnis der Menschen darstellt, gilt dem Thema Wohnen. Markus Wieser: "Ich bin viel im Land unterwegs und unterhalte mich mit den Menschen. Ich frage sie, wie sie ihr Leben meistern und welche Ausgaben sie besonders belasten. Immer wieder kommt als Antwort, dass Wohnen immer teurer werde. Es kann doch nicht sein, dass viele vor allem mit niedrigeren Einkommen bereits 40 bis 50 Prozent ihres Einkommens für Wohnen ausgeben müssen." Diesem Trend könne man mit ein paar Maßnahmen entgegentreten. Wichtigster Punkt ist die Zweckwidmung der Wohnbauförderung. Zugleich müsse diese dringend wieder valorisiert werden, da die letzte Valorisierung im Jahr 1996 stattfand. "Alles, was wir wollen ist, dass die Wohnbauförderung für das eingesetzt wird, was ihre Bezeichnung schon ausdrückt. Sie soll Wohnraum schaffen! Ein positiver Nebeneffekt davon ist, sie schafft Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft, der Branche mit der größten Wertschöpfung", betont Wieser.

Für die FSG Niederösterreich ist es jedoch auch dringend notwendig, das Mietrechtsgesetz zu reformieren, weil es in der derzeitigen Ausformung nicht mehr zeitgemäß und viel zu kompliziert geworden ist. Das bedeutet konkret, dass Mieten durch Zuschläge maximal um 20 Prozent über dem Richtwert liegen dürfen. Markus Wieser: "Die Länder, also auch Niederösterreich, will ich daran erinnern, dass 276 Millionen Euro an Wohnbauförderung noch nicht vom Bund abgeholt wurden. Ich appelliere daher eindringlich, das Geld abzuholen und Wohnungen zu bauen!"

Am 21. Jänner 2014 wird die FSG NÖ ihre traditionelle Start-Up-Veranstaltung in Stattersdorf/St. Pölten durchführen. Auch sie steht ganz im Zeichen der Themenkampagne "Menschen sind keine Maschinen". "Mit dieser Informationsoffensive wollen wir ganz bewusst die Bedürfnisse der ArbeitnehmerInnen in den Mittelpunkt unserer Kommunikation stellen. Wir wollen damit einen Dialog beginnen, der über den AK-Wahlabend hinaus geführt wird. Es ist uns wichtig aufzuzeigen, dass es ein echtes Umdenken braucht, wir müssen die Wertschätzung gegenüber den Menschen wieder in den Mittelpunkt unseres Denkens stellen. Unsere BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen, unzählige Studien und auch meine persönlichen Erlebnisse kommen alle zum selben Schluss: Wir gehen mit der Ressource Mensch leichtsinnig um, die ArbeitnehmerInnen sind am Limit! Diese Kampagne soll das aufzeigen und eine längst überfällige Umkehr einleiten", so Markus Wieser abschließend.

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