CARE warnt: Scheitern der Syrien-Konferenz gefährdet Leben von Millionen

Wien (OTS) - Die internationale Gemeinschaft muss bei der Friedenskonferenz in Genf alles tun, um eine politische Lösung der Syrienkrise zu erreichen. Das fordert CARE zwei Tage vor den geplanten Gesprächen gemeinsam mit 34 Mitgliedern von SIRF (Syria INGO Regional Forum), einer Koalition internationaler Nichtregierungsorganisationen.

"Fast drei Jahre nach Beginn der Syrien-Krise muss das Leid von Millionen von Menschen die Verhandlungsparteien zu einer schnellstmöglichen, friedlichen Lösung antreiben", erklärt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. "Jeder Tag, der ohne Lösung des Konfliktes vergeht, stürzt immer mehr Menschen noch tiefer in Hunger und Armut. Die Gespräche müssen Resultate zeigen, damit das Leid von Millionen von Menschen in Syrien endlich endet."

Innerhalb Syriens wurde ein Drittel der Bevölkerung - rund sechs Millionen Menschen - vertrieben. Schulen und Krankenhäuser wurden beschädigt oder zerstört. Das Gesundheitssystem ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen. "Der Bürgerkrieg in Syrien wirkt sich auf schreckliche und unwiderrufliche Weise auf die Gesundheit, Bildung und Lebensgrundlagen ganzer Generationen aus", warnt Rob Drouen, Vorstand von SIRF.

In den Nachbarländern haben sich bisher mehr als 2,3 Millionen SyrerInnen bei den Vereinten Nationen (UN) registriert. Inoffiziell wird jedoch von mindestens 4,5 Millionen Flüchtlingen ausgegangen, die in Syriens Nachbarländer geflohen sind. Nach neuesten Schätzungen der UN benötigen zehn Millionen Menschen innerhalb Syriens und der umliegenden Region dringend humanitäre Hilfe.

In den letzten Wochen machten Winterstürme und Temperaturen um den Gefrierpunkt das Überleben für die Flüchtlinge noch schwieriger. Immer mehr Familien haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung und können sich Nahrungsmittel, Kleidung und ein Dach über dem Kopf nicht mehr leisten. "Millionen Menschen sind von dieser schwersten humanitären Krise unserer Zeit betroffen und werden weiterhin den höchsten Preis zahlen, wenn die Friedensgespräche scheitern", sagt Wagner-Hager.

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CARE bittet weiter um Spenden für die humanitäre Hilfe in Syrien:

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