AK Wien Vizepräsidentin Stein: "Soziales Miteinander statt Gegeneinander in der Schule"

Dallinger Symposium zu "Gemeinsam Lernen - Vielfalt erleben" - AK fordert Maßnahmen für gerechte Chancen unabhängig von der Herkunft der Kinder

Wien (OTS) - "Nach wie vor sind die Bildungschancen in Österreich ungleich verteilt", kritisiert AK Wien Vizepräsidentin und GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein anlässlich des heute beginnenden Alfred Dallinger Symposiums zu "Gemeinsam Lernen -Vielfalt erleben". Auf dem Symposium referieren international anerkannte ExpertInnen, wie Inklusion funktioniert, also gemeinsamer Unterricht, der weder sozial Schwache noch Kinder mit Migrationshintergrund oder mit Behinderung ausgrenzt. Es sei "primäre Aufgabe der Gewerkschaften und der Arbeiterkammer, sich mit aller Vehemenz für Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Mitbestimmung in Bildung und Wirtschaft einzusetzen", sagt Stein. Sie tritt ein für "eine Schule, in der Vielfalt gelebt wird".

In einer Schule, in der Vielfalt gelebt wird, werde "unweigerlich Neues gelernt, soziales Miteinander erlebbar und das Gemeinsame über das Differenzierende gestellt", sagt Stein. Nach wie vor seien die Bildungschancen in Österreich ungleich verteilt. Das Schulsystem verstärke sogar die Benachteiligungen, die jemand aufgrund seiner Herkunft, der Muttersprache oder geringer schulischer Bildung der Eltern hat. Demgegenüber stehe das Konzept der Inklusion.

Konkret treten Gewerkschaft und Arbeiterkammer für mehr Förderung in der Schule ein, die das gemeinsame vor das Trennende stellt. Das im Regierungsprogramm versprochene zweite Gratis-Kindergartenjahr muss rasch kommen, beim Ausbau der ganztägigen Schulen muss auf Qualität geachtet werden, damit kein Kind zurückgelassen wird. Überdies fordern Gewerkschaft und Arbeiterkammer die Zuteilung der Mittel an die Schulen nach sozialen Kriterien: Dort, wo die Eltern aufgrund ihre sozialen Herkunft ihre Kinder nur schwer beim Lernen unterstützen, beispielsweise keine Nachhilfe zahlen können, muss die Schule die Nachteile ausgleichen.

Das Dallinger Symposium läuft von heute, Montag Nachmittag, bis Dienstag. Auf dem Symposium wird vorgestellt, wie Inklusion in der Schule funktioniert und wie LehrerInnen für eine inklusive Schule ausgebildet werden können. Veranstaltet wird das Symposium von Arbeiterkammer, ÖGB, Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck-Journalismus-Papier, Statdschulrat für Wien und Pädagogischer Hochschule Wien.

HINWEIS: Internationales Alfred Dallinger Symposium "Gemeinsam lernen - Vielfalt erleben"; Montag, 20. Jänner 2014, 14.00 Uhr, Dienstag, 21. Jänner 2014, 9.00 Uhr, AK Wien Bildungszentrum, 1040, Theresianumgasse 16-18; Live Stream unter www.alfred-dallinger-symposium.at, Hashtag #dallinger

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