Kaske 2: Wohnen muss billiger werden!

Wien (OTS) - "Die Wohnkosten reißen vielen Menschen ein großes Loch ins Geldbörsel", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Mit einer Kampagne will die AK ihren Forderungen für billigeres Wohnen Nachdruck verleihen. Das AK Sechs-Punkte-Programm: Mieten senken, Wohnbauförderung rasch zweckbinden, weg mit den Befristungen, niedrigere Betriebskosten, Maklerprovision für MieterInnen streichen, klare gesetzliche Regeln für die Erhaltungspflichten der VermieterInnen.

"Es kann nicht sein, dass eine Familie im Schnitt mehr als 700 Euro Nettomiete im Monat für ihre vier Wände mit 90 Quadratmeter im Altbau in Wien zahlt. Und da kommen noch Betriebskosten und Umsatzsteuer dazu, dann noch Strom- und Heizkosten - das sind dann über 1.100 Euro im Monat", so Kaske. "Das muss sich eine junge Familie einmal leisten können."

Das Thema Wohnen wurde im Wahlkampf rauf und runter gepsielt. Aber im Regierungsübereinkommen zu unverbindlich abgehandelt. "Die Regierung ist gefordert, hier rasch etwas zu tun. Was gleich geht und Wohnungssuchende, vor allem junge, spürbar entlasten würde: "Ich verlange, dass die Regierung die privaten Altbaumieten senkt. Der Gesetzestext kann sofort mit einem Satz geändert werden", so Kaske.

Wohnen muss billiger werden - das Sechs-Punkte-Programm:

Mieten senken: Die Mieten im privaten Altbau können sofort gesenkt werden. Dazu muss nur ein Satz im Mietrechtsgesetz eingefügt werden:
"Die Höhe des Hauptmietzinses gemäß Paragraph 16, Absatz 2 bis 4, darf in Summe nicht mehr ergeben als den Richtwert plus 20 Prozent." Das würde Wohnungssuchende, vor allem junge Menschen, sofort spürbar entlasten.

Wohnbauförderung rasch zweckwidmen - die Mittel müssen für den sozialen Wohnbau eingesetzt werden und an die Teuerungsrate angepasst werden. Die Länder müssen die zusätzlich bereitgestellten 276 Millionen Euro schnell abholen und tatsächlich bauen.

Weg mit den Befristungen: Die Befristungen sollen abgeschafft werden und nur zulässig sein, wenn es einen sachlich gerechtfertigten Grund gibt.

Niedrigere Betriebskosten durch Streichen der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog - diese Kosten sollen die VermieterInnen tragen.

Maklerprovision für MieterInnen streichen: Diese sollen die VermieterInnen zahlen.

Klare gesetzliche Regeln für die Erhaltungspflichten der VermieterInnen.

SERVICE: Mitmachen bei der AK Kampagne "Wohnen muss billiger werden" - mehr unter www.wohnenmussbilligerwerden.at

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