Todkranker Hund herzlos ausgesetzt

Wien (OTS) - Kürzlich wurde die "Assisi-Hof" Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins wegen eines herrenlosen Hundes nach Eugendorf bei Salzburg gerufen. Er war Mitarbeitern der Fressnapf-Filiale aufgefallen, die daraufhin die Tierrettung verständigten.

Der freundliche Vierbeiner ließ sich von den Mitarbeitern des ÖTV problemlos einfangen und abtransportieren. Mittels Chiplesegerät können entlaufene Hunde, sofern sie gechippt und registriert sind, ihren rechtmäßigen Besitzern gleich wieder zurückgebracht werden. In diesem Fall wurde die Chipnummer jedoch nicht registriert, daher kann der Hund auch niemandem zugeordnet werden.

Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins, hat einen schrecklichen Verdacht: "Der Hund wurde von den Besitzern vermutlich ausgesetzt, damit sie keine Tierarztkosten bezahlen müssen." Die routinemäßige tierärztliche Untersuchung ergab nämlich, dass das Tier schon seit Längerem in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand war. Starke Entzündungen, z.B. des Darms, des Harnleiters und der Speicheldrüse waren erst der Anfang. Eine sofort begonnene Behandlung zeigte leider keine Wirkung und schweren Herzens wurde die Entscheidung getroffen, den Hund von seinem Leid zu erlösen.

"Den leidenden, hilflosen Hund einfach seinem Schicksal zu überlassen ist nicht nur unmoralisch, sondern auch ungesetzlich", ist Hemetsberger empört. Die Suche nach den Haltern des schwarzen Mischlingshundes wird daher fortgesetzt. "Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, setzen wir eine Prämie von 500 EURO aus. Solche Leute sollten nie wieder einen Hund halten dürfen", bittet Hemetsberger abschließend um Mithilfe.

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