FP-Lasar kritisiert veraltetes Ablagesystem in der Blutgruppenserologie

Missbrauch wird Tür und Tor geöffnet

Wien (OTS/fpd) - Es sei bezeichnend, wenn insgesamt 19 Akten aus dem Gesundheitsbereich vom Stadtrechungshof überprüft wurden und überall zum Teil gravierende Mängel aufgezeigt wurden. Beispielsweise gebe es in der Blutgruppenserologie ein völlig unzureichendes Ablagesystem, berichtet Wiens FPÖ-Stadtrat David Lasar und kritisiert, "bereits im Jahr 2002 wurde eine EDV-Lösung angedacht, aber bis heute nicht ausgeführt, was das ehemalige Kontrollamt auch schon vor Jahren aufgezeigt hat. Vor allem in der Transfusionsmedizin ist die Verwendung von Karteikarten ein eklatantes Sicherheitsrisiko für die Patienten. Die dringende Empfehlung des Stadtrechnungshofes auf schnellstmöglichen Einsatz eines EDV-Systems wurde vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) aber nur lapidar kommentiert. Dieses würde bei den nächsten Vergaben umgesetzt."

Es stehe demnach zu befürchten, dass die Sicherheit der Patienten noch länger gefährdet sei. Wobei hier das Abhandenkommen tausender Blutkonserven durch das veraltete System noch weniger gefährlich und nur kostenverursachend ist, als die Tatsache, dass es unter Umständen zu falschen Bluttransfusionen kommen kann. "Es nützt daher nichts, wenn Wiens SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely von einem Reformkonzept spricht, welches bereits 2011 eingeleitet wurde, aber bis heute noch keine Ergebnisse zeigt. Hier ist akuter Handlungsbedarf gefordert", schließt Lasar. (Schluss) hn

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