"profil": Kallir: "Als Ganzes eine Fälschung"

Neue Details zur kürzlich entdeckten Schiele-Mappe

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, handelt es sich bei der Ende 2013 auf einem Dachboden im niederösterreichischen Mistelbach entdeckten Schiele-Mappe weder um eine Neuentdeckung, noch ist der Fund in seiner Gesamtheit echt. Auf drei bestätigte Schiele-Aquarelle, die aus dem Jahr 1907 datieren, folgen in der Mappe drei Fälschungen. Die drei authentischen Frühwerke finden sich im bereits 1990 publizierten Schiele-Oeuvrekatalog von Jane Kallir, der weltweit wohl wichtigsten Schiele-Expertin. Gegenüber "profil" bestätigt nun Kallir, dass sie das Portfolio bereits seit 1986 kenne. Kallir: "Die Mappe als Ganzes ist eine Fälschung. Allerdings hat jemand drei echte Schiele-Aquarelle hineinmontiert, wer auch immer das war. Zwar sind Schiele-Aquarelle aus dem Jahr 1907 nicht sonderlich interessant. Aber irgendjemand hat sie benutzt, um dieses Konvolut daraus zu machen."

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0002