Tiefnig begrüßt Eindämmung der Spekulation mit Lebensmitteln

ÖVP-Bundesrat: Wichtige europäische Regelung im Kampf gegen Lebensmittelspekulation

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der oberösterreichische ÖVP-Bundesrat Ferdinand Tiefnig begrüßte heute, Freitag, die künftig strengeren Regelungen für die Finanzmärkte der EU, konkret die Grenzen für die Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen, die durch die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) gesetzt werden. Betroffen sei der Finanzhandel. Landwirte und normale Unternehmen sollen sich dagegen weiter gegen Preisschwankungen absichern können.

Konkret einigte man sich unter anderem auf Positionslimits im Handel mit Rohstoffen, also wie viel Finanzkapital in Mais, Weizen und andere Nahrungsmittel investieren werden darf. "Diese sollen starke Schwankungen bei Lebensmittel- und Energiepreisen verhindern", hob Tiefnig hervor. "Nahrungsmittel- und Rohstoffspekulation werden in Europa damit künftig strengere Grenzen gesetzt."

Tiefnig wies darauf hin, dass vor allem arme Länder unter den Preisspekulationen auf Nahrungsmittel leiden. Das Geschäft mit dem Hunger werde so deutlich eingedämmt. Jeder achte Mensch ist nicht ausreichend ernährt, insgesamt hungern weltweit 842 Millionen Menschen (laut Bekanntgabe von Welthungerhilfe und Washingtoner Food Policy Research Institute). Laut Welthunger-Index (WHI) nahm der Anteil der weltweit hungernden Menschen zwar auch 2013 ab, die Situation bleibe aber ernst. "Die neue Finanzmarktrichtlinie bietet die Chance, die Preistreiberei und das Spekulieren auf den europäischen Agrarmärkten einzudämmen und schützt vor ungerechtfertigten Preissprüngen bei Lebensmitteln."

Die Europäische Volkspartei habe sich bereits seit längerem dafür eingesetzt, erinnerte der Bundesrat an EVP-Mitglied Heinz Becker. Dieser hatte schon im Jänner 2012 eine dringende Anfrage über Lebensmittelspekulation an die EU-Kommission gerichtet. Das Europaparlament fasste dann auch unter seiner Mitwirkung im Oktober 2012 den Beschluss zur neuen EU-Finanzmarktregelung MiFID.
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