FP-Stefan: Das Ende vom Schein, zurück zur Realität

Die "GmbH light" muss nach wenigen Monaten schon wieder reformiert werden

Wien (OTS) - "Wären die Bedenken der Freiheitlichen ernst genommen worden, hätte man sich diese Blamage ersparen können", urteilte der freiheitliche Verfassungs- und Justizsprecher NAbg. Mag. Harald Stefan über die angekündigte Reform der soeben erst eingeführten "GmbH light".
Die grundsätzlich gute Idee, den Schritt in die Selbständigkeit zu fördern sei leider durch das uneinsichtige Verhalten vor allem von Seiten der sich gerne selbst als Wirtschaftspartei bezeichnenden ÖVP beschädigt worden.

Nun zeige sich, dass es nicht mehr Unternehmer gebe als früher, sondern nur öfter die Gesellschaftsform der GmbH in Anspruch genommen werde. Weil jedoch der Aufwand bedeutend höher wäre als bei einer Personengesellschaft, sei diese nicht immer die beste Wahl. Möglicherweise propagiere die Wirtschaftskammer diese Gesellschaftsform, weil die Kammerbeiträge bei Kapitalgesellschaften bedeutend höher seien, als bei Personengesellschaften. Fraglich sei auch, was die Wirtschaftskammer zur Erleichterung der Unternehmensgründung beitrage. Sinnvoll wäre etwa eine Beitragsfreistellung für die ersten drei Jahre nach der Gründung egal in welcher Gesellschaftsform. Erstaunlicherweise habe die Herabsetzung des Kapitalbedarfs bei GmbHs jedenfalls zu keiner Reduktion der Wirtschaftskammerbeiträge geführt.
Den mittlerweile festgestellten Steuerentfall habe die FPÖ ebenfalls bereits vorausgesagt.

Der nunmehr bei der Reform der Reform in Aussicht gestellte Weg, die Gründung von neuen Gesellschaften zu erleichtern, danach aber eine schrittweise Anhebung des Stammkapitals zu fordern, entspreche auch den Vorschlägen der FPÖ. Für jene, die auf Grund der gerade erst seit 1.7.2013 geltenden gesetzlichen Regelung die Kapitalherabsetzung durchgeführt haben, müsse das Agieren der Regierungsparteien allerdings als schlechter Scherz erscheinen.
"Bleibt zu hoffen, dass bei den Reparaturmaßnahmen der "GmbH light" die Hinweise aus der Praxis von der Regierung in größerem Ausmaß berücksichtigt werden", schloss Stefan.

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