Sozialpartner bieten Frankreich Kooperation beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit an

Französischer Premier Ayrault vereinbart mit WKÖ-Präsident Leitl und ÖGB-Präsident Foglar Austausch von Lehrlingsausbildnern des österreichischen Dualen Systems

Wien (OTS/PWK025) - Anlässlich des Arbeitsbesuches des französischen Premiers Jean-Marc Ayrault in Österreich traf dieser heute mit WKÖ-Präsident Christoph Leitl, ÖGB-Präsident Erich Foglar und Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Haus der Wirtschaft in Wien zusammen. Die beiden Sozialpartnerpräsidenten vereinbarten dabei mit Premier Ayrault eine intensive Zusammenarbeit bei Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit und Hilfestellungen bei der Implementierung des österreichischen Dualen Ausbildungssystems in Frankreich.

"Wir müssen in Europa gemeinsam auf die Wirtschaftskrise reagieren, um den Teufelskreis aus geringem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit - insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit - zu durchbrechen", betonte Ayrault bei seinem Vortrag vor Unternehmensvertretern und Medien in der WKÖ. Gerade von Österreich könne Frankreich in Bezug auf das hiesige gelebte Sozialpartnermodell und die guten Erfolge bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit viel lernen. Dieses Erfolgsmodell könne auch wegweisend für ganz Europa sein, so Ayrault.

WKÖ-Präsident Leitl betonte in diesem Zusammenhang, dass "Europa einerseits ein Friedensprojekt ist, aber andererseits und vor allem ein Projekt der Zukunftssicherung." Die Wirtschaft und die Sozialpartnerschaft haben dabei wichtige Aufgaben. Denn das soziale Modell Europas beruhe auf dem sozialen Dialog und dieser müsse auf europäischer Ebene noch ausgebaut werden. Leitl: "Wir Österreicher wollen dabei mithelfen und unsere guten Erfahrungen einbringen." Da hinein falle auch die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels in Europa, "worüber wir intensiv mit Premier Ayrault diskutiert und unsere Unterstützung angeboten haben", so Leitl. Denn der Fachkräftemangel müsse von jedem Land am besten selbst behoben werden. Leitl: "In Österreich findet die Ausbildung unserer Fachkräfte zu über 90 Prozent innerhalb der heimischen Betriebe statt. Dieses erfolgreiche System hat mittlerweile in Europa und auch weltweit das Interesse geweckt. "Ich habe daher gemeinsam mit Präsident Foglar dem französischen Premier Ayrault angeboten, Frankreich unsere Erfahrungen damit zur Verfügung zu stellen. Wir werden noch heuer mit einem intensiven Austausch von Ausbildnern und auch Lehrlingen beginnen, um gegenseitig voneinander zu lernen, um das europäische Projekt zu stärken", so Leitl abschließend. (BS)

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