Brunner für Mindestpreis bei CO2-Zertifikaten und Verbindlichen Klimazielen

Emissionshandel ist nur ein Instrument, ersetzt aber keine Klimaziele

Wien (OTS) - Die EU-Kommission will ab 2021 bis zu 12 Prozent der Rechte für CO2-Emissionen dem Markt entziehen und so die Preise an der Börse unterstützen. "Ein Mindestpreis bei CO2-Zrtifikaten ist wichtig und dringend erforderlich. Das ersetzt aber keinesfalls die drei verbindlichen Klimaziele bis 2030", erklärt die Energie- und Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner.

"Der Emissionshandel ist ein Instrument, ersetzt aber keine Ziele. Die Anhebung des abgestürzten Preises ist zwar wichtig, wäre aber nur eine Reparatur und keine neue Maßnahme", erläutert Brunner.

Ursprünglich war beim Emissionshandel vorgesehen, dass es einen CO2-Preis von 30 Euro pro Tonne gibt. Damit wäre eine Lenkungswirkung erreicht. "Der Preis wurde aber wegen Überallokation und Ausnahmeregeln nie erreicht. Seit geraumer Zeit dümpeln wir bei drei bis fünf Euro herum. Eine Tonne CO2 kostet die Unternehmen also weniger als eine Tasse Kaffee in einem Kaffeehaus", kritisiert Brunner und weiter: "Eine Reparatur des Preises ist also bestenfalls eine Hausaufgabe, aber sicher keine neue Klimapolitik."

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