FPÖ-Hofer: Saatguthersteller aller Länder sollen sich vereinigen

Biodiversität erhalten anstatt Konzerninteressen zuarbeiten

Wien (OTS) - "Diese geplante EU-Saatgutverordnung vertritt in erster Linie die Interessen großer Saatgutkonzerne, während kleine und biologische Züchter massive Nachteile, enorme bürokratische Hürden und vor allem horrende Kosten für die Registrierung ihres Saatgutes hätten", so heute der freiheitliche Umweltsprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer. "Dass der Entwurf der Europäischen Kommission zur neuen Saatgutverordnung möglicherweise doch noch scheitert, wäre ein Sieg der Vernunft" bekräftigt Hofer.

Immerhin würde dieses bürokratische Konstrukt der Eurokraten, die ganz offensichtlich am Gängelband zahlungskräftiger Lobbyisten hängen, eine ernsthafte Bedrohung der Artenvielfalt in Europa darstellen. Während Industriesorten in Richtung Uniformität und Ertrag gezüchtet werden, zeichnen sich alte Pflanzensorten sowohl durch ihre Genvielfalt als auch durch ihre große Resistenz gegenüber Schädlingen und Klimaentwicklungen aus. Selbst das Weiterverschenken von seltenem und altem Saatgut wäre ein illegaler Akt. Wenn sich nun die Abgeordneten des EU-Parlaments ganz offensichtlich dazu durchgerungen haben, diese EU-Saatgutverordnung an die Kommission zurückzuverweisen, ist dies sicherlich auch ein Erfolg der 300.000 Menschen, die in Österreich dagegen unterschrieben haben (im Vergleich: in Deutschland taten dies 250.000 Menschen bei zehn mal so vielen Einwohnern). "Es zeigt auch ganz deutlich, dass Selbstversorgung für viele Menschen immer wichtiger wird. Dies sollte auch die Handlungsgrundlage für die österreichische Bundesregierung sein", appelliert Hofer.

"Ich hoffe, dass der neue Umweltminister die Wünsche und Bedürfnisse der österreichischen Bevölkerung auch in Brüssel vertritt. Wir wollen kein Patent auf Leben und auch keine Patente auf Pflanzen", so der freiheitliche Umweltsprecher, der sich von den Europaparlamentariern erwartet, dass sie das geplante Gesetz nicht nur aufgrund der bevorstehenden EU-Wahlen zurückweisen, sondern auch nach dem 25. Mai 2014 für Artenvielfalt und gegen Saatgutvernichtung votieren werden.

In diesem Zusammenhang regt der FPÖ-Umweltsprecher die Gründung einer "Saatgutgemeinschaft" an, in der sich kleine Hersteller von Saatgut zusammenschließen, um gemeinsam besser auf dem Markt gegen Großkonzerne und Genlobbyisten bestehen zu können.

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