FPÖ-Mölzer: Postkoloniale Interessen sind von europäischen zu trennen

EU darf sich nicht unüberlegt in Militärabenteuer in Zentralafrika stürzen - Sollen für Frankreich Uranvorkommen gesichert werden?

Wien (OTS) - So lange nicht hinreichend geklärt sei, worin die europäischen Interessen liegen, sei ein militärischer EU-Einsatz im Bürgerkriegsland Zentralafrikanische Republik abzulehnen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Wie schon im Tschad und in Mali kann auch diesmal nicht ausgeschlossen werden, dass sich Frankreich einer postkolonialen Nostalgie hingibt", hielt Mölzer fest.

Deshalb forderte der freiheitliche EU-Mandatar eine klare Trennung zwischen alten imperialistisch-kolonialen und heutigen europäischen Interessen. "Wenn die EU einen Militäreinsatz in Zentralafrika plant, wird vorher unter anderem zu klären sein: Geht es um Rohstoffe, von denen Europa abhängig ist oder sollen die großen Uranvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik für Frankreich gesichert werden, das bei der Stromerzeugung weitgehend von der Kernkraft abhängig ist", erklärte Mölzer.

Anstatt sich in fragwürdige militärische Abenteuer zu stürzen, sei die Europäische Union gut beraten, ihre Kräfte dort einzusetzen, wo wirkliche europäische Interessen bestehen, so der freiheitliche Europaabgeordnete. "Und das ist zu allererst der Balkan. Hier muss die EU stark und geeint auftreten und verhindern, dass Bosnien und der Kosovo zu gescheiterten Staaten werden. Denn Sicherheit und Stabilität am Balkan sind für ganz Europa von unabdingbarem Interesse", schloss Mölzer.

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