Jakob Auer: Starke Landwirtschaft braucht eine starke Vertretung in der EU

Maximale Unterstützung für Köstinger, Bauernbund-Spitzenkandidatin zur EU-Wahl

Berlin/Wien (OTS) - "Die Landwirtschaft hat ein Schicksalsjahr hinter sich. EU-Budget, GAP- und Koalitionsverhandlungen - das sind jene Meilensteine, die wir für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern erfolgreich verhandelt haben", zieht Bauernbund-Präsident Jakob Auer auf der Grünen Woche in Berlin Bilanz.

Am Kofinanzierungssatz von 50% für die Programme der Ländlichen Entwicklung (LE) hält die Republik nach zähen Verhandlungen mit dem Koalitionspartner SPÖ unverändert fest. Die dazu notwendigen EUR 100 Mio. jährlich werden ins Budget des Landwirtschaftsministeriums eingestellt. Die Investitionsförderung für die Betriebe soll gestärkt werden, vor allem Jungbauern, Biobetriebe und Bergbauern mit hohem Erschwernisgrad werden dabei besonders berücksichtigt. Auch bei der Ausgleichszulage für das Berggebiet hat der Bauernbund eine Aufstockung für Betriebe der Zone 3 und 4 verhandelt. Erhöht werden konnte im Zuge der Verhandlungen auch die Umsatzgrenze für die Buchführung von EUR 400.000,- auf EUR 550.000,-.

"Dieses Paket ist ein höchst erfreuliches Erfolgsprodukt vieler harter Verhandlungstage. Die Bäuerinnen und Bauern haben damit sieben Jahre Planungssicherheit gewonnen, die österreichische Landwirtschaft erhält sich ihre Wettbewerbsfähigkeit", so Auer. Die Investitionskraft am Land sei "ganz klar gestärkt worden". Positiv sei dieses Ergebnis aber insgesamt für die Wirtschaft am Land -allein mit den Mitteln der LE können 100.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert werden. "Die Weichen für die Umsetzung eines flächendeckenden ÖPUL-Programms wurden gestellt - jetzt wartet das Jahr der Umsetzung auf uns", so der Bauernbund-Präsident.

Volle Unterstützung für Bauernbund-Spitzenkandidatin Köstinger

Wie wichtig in der Agrarpolitik eine starke Verankerung in der EU ist, haben gerade die GAP-Verhandlungen gezeigt. Abgeordnete zum EU-Parlament Elisabeth Köstinger hat während der vergangenen fünf Jahre eindrücklich ihre Klasse bewiesen. "Deshalb ist Köstinger die unumstrittene Spitzenkandidatin des Bauernbundes für die EU-Wahl. Wir wollen sie - entsprechend ihrer Leistungen in der vergangenen Periode - auf dem zweiten Listenplatz des ÖVP-Wahlvorschlags fixiert wissen", hält Auer fest. "Die Vizepräsidentin der ÖVP-Delegation ist auf Ebene der EU-Institutionen bestens vernetzt und spielt bereits jetzt eine tragende Rolle im Agrarausschuss." Diese Positionen will der Bauernbund-Chef ausbauen.

Im Gesamteindruck zeigt sich Auer mit den jüngsten personellen Besetzungen höchst zufrieden: "Der Bauernbund ist mit Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, den im Februar neu zu wählenden LK Österreich-Präsidenten, für den LK Niederösterreich-Chef Hermann Schultes kandidiert, und Spitzenkandidatin Elisabeth Köstinger hervorragend aufgestellt."

Auer kündigt nationalen Milch-Dialog an

Auf der Grünen Woche dreht sich traditionell alles um Landwirtschaft und Ernährung. "Wie es gelingen soll, eine stetig wachsende Weltbevölkerung zu versorgen, das sehe ich weiterhin als die größte internationale Herausforderung unserer Zeit. In Österreich brauchen wir die modernste Landwirtschaft Europas. Die heimischen Konsumenten sind durchaus anspruchsvoll beim Essen und vertrauen gerne auf regionale Qualitätslebensmittel. Dieser Nachfrage muss unsere Landwirtschaft natürlich gerecht werden", so Auer. Das Bewusstsein, dass hervorragende Qualität auch etwas kostet, "ist ausbaufähig", meint der Bauernbund-Präsident nicht nur in Richtung der Konsumenten, sondern auch des Lebensmittelhandels.

Bezogen auf Mengen und Preise steht besonders der Milchsektor vor gravierenden Umwälzungen. Das Quotenende steht vor der Tür: 2015 wird die reglementierende EU-Milchquote der Vergangenheit angehören. "Schlagartig wird dann die Molkereibranche eine steigende Milchmenge zu bewältigen haben. Mehr Milch, die nur im Export untergebracht werden kann. Notwendig werden damit die Bearbeitung neuer Märkte und gezieltes Marketing, um die heimische Produktionsmenge abzusetzen. Für heuer starten wir gezielt einen österreichischen Milch-Dialog, weil wir diesen einschneidenden Schritt der Milchbranche, von der 35.000 Milchbauern abhängen, politisch planen und begleiten möchten", kündigt Bauernbund-Präsident Auer in Berlin vor Journalisten an. Der Milch-Dialog solle eingebettet sein in einen nationalen Dialog über "Regionale Lebensmittel". Das Bewusstsein für Qualitätsnahrungsmittel, Regionalität, Wertschöpfung in der Region und Ressourcenschonung durch kürzere Versorgungswege müsse weiter ausgebaut werden.
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