AK 3: Mehr Klarheit für KonsumentInnen

"Minuszinsen" am Gehaltskonto müssen sinken

Wien (OTS) - KonsumentInnen brauchen mehr Preisklarheit bei ihrem Gehaltskonto, verlangt die AK. Außerdem soll jede/r ein Recht auf ein Girokonto haben. Und: Bei Girokonten sind, so wie bei den Krediten und beim Sparen, Zinsgleitklauseln nötig. Denn der AK Gehaltskonto-Preismonitor zeigt: Die Überziehungszinsen sind viel zu hoch - und das, obwohl die Leitzinsen am Geld- und Kapitalmarkt seit Jahren extrem niedrig sind. Daher: Runter mit den Überziehungszinsen!

Mehr Preisklarheit bei Girokonten: Die AK begrüßt grundsätzlich den Vorschlag der EU-Kommission zur Bankkonten-Richtlinie. Demnach sollen die KonsumentInnen mehr Klarheit bei Preisen und Produkten bekommen. Es müssen aber unbedingt technische Kontobegriffe so erklärt und vereinheitlicht werden, dass sie für KonsumentInnen verständlich sind, verlangt die AK. Überdies müssen die Preisinfos inklusive Zinssätzen und Überziehungskosten klar aufgelistet werden -vor Vertragsabschluss und regelmäßig auf dem Kontoauszug.

Zinsanpassungsklauseln für Girokonten: Die AK fordert auch bei Girokonten - so wie bei Krediten und beim Sparen - klare Zinsanpassungsklauseln für Soll- und Habenzinsen. Der zumeist angebotene Zinssatz für Überziehungen - im Schnitt 11,22 Prozent -ist seit vielen Jahren auf diesem hohen Niveau. Eine Anpassung an die Geldmarktzinsen nach unten ist längst überfällig.

Recht auf ein Girokonto: Jede/r Verbraucher/in soll einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto haben. Rund 150.000 Österreicher haben kein Girokonto. Wer kein Konto hat, hat oft Schwierigkeiten, eine Beschäftigung zu finden. Denn ein Konto ist dafür meist Voraussetzung.

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