"Finger weg von gesetzlichen Abfertigungen und Sozialplänen!"

Gaby Tamandl: "Aber Luxus-Abfindungen wie Golden Handshakes gehören normal versteuert"

Wien (OTS/OTS) - Große Unternehmen wie Post, Telekom oder ORF haben zuletzt immer wieder durch Kündigungswellen aufhorchen lassen, bei denen den Mitarbeiter horrende Abfindungen geboten worden sind (Golden Handshakes). Diese Abfindungen - die natürlich alle von der Allgemeinheit mitfinanziert werden - sind derzeit zum Teil steuerlich begünstigt. Diese Steuervorteile sollen jetzt aber laut Finanz fallen. Geplant sind die notwendigen Beschlüsse bereits im Februar. Bei den Arbeitnehmervertretern regt sich deshalb auch schon massiver Widerstand.
Gabriele Tamandl von der ÖAAB-FCG-Fraktion der Arbeiterkammer fordert nun: "Finger weg von gesetzlichen Abfertigungen und Abfindungen aus Sozialplänen." Den gekündigten Arbeitnehmern würde das Geld nicht nur zustehen, sie brauchen es auch, um bis zum Wiedereinstieg in einen neuen Job oder den Antritt der Pension über die Runden zu kommen. Es sei völlig unverständlich, wenn man jene bestraft, die das Geld am dringendsten brauchen.
Tamandl verwehrt sich auch gegen alle Pläne, in Kollektiverträgen festgelegte höhere Abfertigungszeiten oder Kündigungsentschädigungen wegen Nichteinhaltens der Kündigungsfristen nun plötzlich höher besteuern zu wollen. Tamandl: "Bei einer Besteuerung darf es nur um die überbordenden Golden Hadshakes und übertriebene Boni für Manager bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen gehen."

Rückfragen & Kontakt:

Michael Wiesinger
ÖAAB-Wien
Laudongasse 16
Tel: (01) 40143 275
michael.wiesinger@oeaab.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAW0001